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Klein-licher Kommentar zur Finnland Rallye
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Kicker



Anmeldedatum: 03.08.2026
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 5. August 2026, 13:10h    Titel: Antworten mit Zitat

Edit: Gelöscht da Doppelpost
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Peter Klein



Anmeldedatum: 14.01.2020
Beiträge: 452

BeitragVerfasst am: 5. August 2026, 13:35h    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Kicker"]Edit: Gelöscht da Doppelpost[/quote]
Lieber Herr Kicker, erstens habe ich nur einen Kommentar abgegeben - und schäme mich heute noch immer nicht! Warum Sie auf Ilka Minor eine Respektlosigkeit sehen wollen, ist mir nicht verständlich! Schreibe ich doch immer wieder, wie professionell die Dame arbeitet - und das schon seit Jahrzehnenten. Hingedroschen wurde in erster Linie auf die Wertlosigkeit des Masters Cup und erst in zweiter Linie auf die beiden einzigen Teilnehmer in dieser Klasse die den Eindruck erweckten, " nur ned hudeln " und nur darauf bedacht waren, billigste Punkte mitzunehemn. Ihre Behauptung, ich wäre auf Steuerkosten mit Stohl um die Welt gereist beweist bloß, dass Sie tatsächlich keine Ahnung haben. Ich hoffe, Ihre Übelkeit hält sich in Grenzen weiß ich doch, wieviel Freude meine Berichterstattungen gemacht haben. Wie gefallen Ihnen die aktuellen im ORF ?
Es mag vielleicht sein, dass ich mal einen Namen verwechselt habe, schließlich entstanden 20 Minuten lange Beiträge innerhalb weniger Stunden nach Flügen aus der ganzern Welt. Aber da würde ich, ob der " ständig vertauschten Namen(/Beifahrer, Autos, Klassen um exakte Detail bitten, Sie können das sicher belegen?! Oder plappern Sie im Auftrag ? Es gibt nämlich einen Mann den ich sehr schätze und der in seinem großartigen Archiv all meine Berichte lagern hat.
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1897

BeitragVerfasst am: 22. August 2026, 20:26h    Titel: Emotion - slowmotion - devotion Antworten mit Zitat

Peter Klein hat Folgendes geschrieben:
Jetzt sollten wir unser unbedeutendes Scharmützel aber beenden, sonst droht wieder eine Abhandlung aus Andi Lugauers Computer !


Ein paar ganz allgemeine Bemerkungen...

Gleich Eines vorweg: Auf eventuelle Querelen möchte ich im Folgenden gar nicht eingehen. Auch nicht, so weit sie - eh nur seeehr entfernt - meine Person betreffen. Aber ganz kann ich sie den aktiven und passiven Lesern hier nicht ersparen, die Abhandlung aus (oder besser: über) meinen Computer. Ich habe mir eh sehr viel Zeit gelassen und auch entsprechend Anstrengung in möglichst vernünftige Überlegungen investiert.

Ich teile durchaus ein wenig die Sichtweise derer, die sagen, auch auf so eine fahrerische Leistung wie Johannes Keferböck muß man erst einmal kommen, und das ganze Projekt aufstellen, organisieren und finanzieren. Also diesen Respekt will ich solchen Menschen sicher nicht verwehren. Auf der anderen Seite finde ich es schon auch ein wenig traurig, wenn das schon das höchste Limit ist, was unsere Nation an internationalen Rallye-Erfolgen herausholen kann. Da sollte doch Einiges mehr möglich sein. Wenn nicht, sollte man spätestens dann einmal gründlich überlegen, was in den letzten Jahren bei uns, als Rallye-Nation, verkehrt gelaufen ist.

Wie gesagt: Nichts an sich gegen die Anstrengungen von Johannes Keferböck, und was dabei herausgekommen ist. Auch zuletzt, in Finnland. Ein sportliches Ergebnis ist immer auch ein wenig relativ, d. h. von bestimmten Gegebenheiten abhängig. Wenn man als über 50jähriger Sportler, der kein Überflieger ist, aber - sagen wir einmal - dem guten Mittelstand entspricht (auch auf das muß man einmal kommen; besonders dann, wenn man erst mit 30 Jahren begonnen hat, Rallyes zu fahren), bei einem finnischen Weltmeisterschaftslauf debütiert, dann ist es eigentlich nicht sonderlich überraschend, daß Einer da ein wenig alt aussieht. Besonders, wenn man die finnische Tradition in diesen Sachen kennt. Außerdem: Wie viel wird bei uns auf Schotter gefahren, besonders nach dem Aus der Rallye W4? Entsprechend besteht auch da ein logisches Defizit unserer Sportler in der Routine im Umgang mit solchen Fahrbahn-Verhältnissen, das man nicht wegdiskutieren kann. Wenn sie nicht anderwertig das Fahren auf schnellem Schotter ausgiebig trainieren. Das sieht man dann natürlich an den Zeiten sehr stark.

Jetzt, wo wir diesen Gedankengang begonnen haben, sollten wir ein wenig weiter überlegen. Und zwar bis dorthin, wo wir das Übel möglichst erfolgreich an der Wurzel beseitigen können. Weil sind wir ehrlich: Genau solche Dinge wie dieser WRC Masters Cup, der in Finnland bloß zwei Bewerberteams hatte, sind ja bei uns seit Jahrzehnten gang und gebe. Was war all die Jahre, wo es in der ÖRM bei den einzelnen Rallyes fast zig verschiedene Klassen und Wertungskategorien gegeben hat, die nur jeweils mit zwei, drei Gegnern besetzt waren, und man demnach nur durchfahren mußte, um nach der Rallye sicher seinen Pokal zu bekommen. Fast Jeder, der ins Ziel gekommen ist, hat seinen Podestplatz feiern können. Und das hat nie wem was ausgemacht. Klar, daß da der Platzierungs-Eifer stark reduziert ist, und daß es da zwischen Klassenkonkurrenten oft Zeitabstände gegeben hat, für die man eher einen Kalender als eine Stoppuhr gebraucht hat.

Die Klassenersten, die wirklich super gefahren sind, hat man dann auch nicht mehr richtig wahrgenommen. Das war die logische Folge. Um einigermaßen auf sich aufmerksam zu machen, brauchte man gute Plätze (oder noch besser gesagt: SEHR gute Plätze) in der Gesamtwertung. Und dafür waren wiederum recht hohe Ausgaben für Auto und Material nötig, um ein wenig seine Chancen zu verbessern. Das große Dilemma, an dem wohl viele hoffnungsvolle Junge zerbrochen sind. Es wäre schon lange Zeit gewesen, da Einiges zu ändern.

Ich bin auch der Auffassung, daß das Schwergewicht im Rallyesport darin liegen soll, daß ein aussagekräftiger und - wenn man so will - knallharter Leistungsvergleich stattfindet, der relativ schonungslos Unterschiede im gebotenen Fahrkönnen aufzeigt. Man muß ja Verlieren nicht als Schande betrachten. Es ist sowieso immer so, daß Einer besser platziert ist als der Andere. Egal ob da jetzt drei Sekunden dazwischen sind, oder über eine halbe Stunde. Mir geht es einfach darum, daß gute fahrerische Vorstellungen belohnt werden sollen. Daß möglichst viele gute Fahrer eine faire Gelegenheit bekommen, sich zu beweisen, und damit auch die Action und die Freude für Besucher ansteigen. Daß Leistung und Einsatz gefordert sind, und dabei zugleich auch Sportler, die sich dabei - ja, da soll durchaus die Stoppuhr das letzte Wort haben - besonders hervorragend bewähren, ebenso verstärkt gefördert werden. Dann gewinnt der Wettbewerb an Qualität, Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit, und wird entsprechend mehr Anhänger und folglich auch Unterstützer finden, als wenn Alles nur so "dahinplätschert", und ein Aufstieg im Sport eher Glückssache ist, als daß er vom Engagement und Talent abhängig ist.

Grundsätzlich halte ich Systemkritik (der man auch den WRC Masters Cup in gewisser Weise unterwerfen kann; durchaus) für vernünftiger und zielführender, als daß man einen allfälligen Frust über zu wenig attraktive sportliche Impulse auf die in den Augen mancher Beobachter "schwache" Leistung eines Gelegenheitsfahrers abwälzt. Weil auch wenn es das Engagement von Keferböck/Minor auf WRC-Ebene nicht geben würde: Die sportliche Gesamtsituation wäre deswegen auch nicht besser.

Wenn schon kritisieren, dann so, daß es einen Sinn hat. Dieses "Nur-auf-Irgendwas-Hinzeigen", ohne daraus Lehren zu ziehen, eine sinnvolle Gedankenkette zu formen, bringt uns nicht weiter.

Und was allgemein in diesen Zusammenhängen die Frage betrifft "Sind Emotionen schlecht?", da sage ich nur: Als sich auf den nächtlichen Schneefahrbahnen in den französischen Bergdörfern Ari Vatanen und Walter Röhrl um den Monte-Sieg duelliert haben, und als im Langauer Forst mit Karacho um die EM-Krone gerungen wurde, da hat es auch Emotionen gegeben. Im Vertrauen gesprochen: Die haben mir besser gefallen.

Letztendlich kann über das Alles sowieso Jeder denken, was er will. Aber gegen einen in seinem Wert gewachsenen Rallyesport, der noch dazu Allen eine günstigere Perspektive bietet, hätten wir wohl Alle nichts einzuwenden. Da sollten wir uns treffen. Und das als Anlaß sehen, an einem passenden Programm zu arbeiten, das alle wichtigen Punkte für ein besseres Ergebnis abdeckt.
_________________
"Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."

Henry David Thoreau
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