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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1904
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Verfasst am: 23. September 2026, 0:01h Titel: Love it - change it |
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Bevor ich mich zu Sachpunkten zu dem hier angesprochenen Thema äußere (das ja, wie Viele wissen, auch mich persönlich sehr beschäftigt), möchte ich meinen ganz persönlichen Dank an einUser aussprechen. Auf so einen Eintrag wie diesen habe ich schon sehr lange gewartet. Meine Freude darüber ist sehr groß. Auch, weil es verdientermaßen schon einige Rückmeldungen zur Sache gegeben hat.
Es ist immer gut, wenn wichtige Angelegenheiten zur Sprache gebracht werden, wo Änderungen viel Gutes bringen können. Und die Aufmerksamkeit vielleicht auch verstärkt auf die eine oder andere Sache hingelenkt wird, die sonst eher unbeachtet und daher auch unbehandelt bleibt. Denn es muß sicher nicht sein, daß - wie angesprochen - die Situation so ist, wie sie jetzt ist. Da muß man eben den Blick auf verschiedene Dinge ausweiten, um Erfolg zu erreichen.
Über die Austrian Rallye Challenge und daß wir die lieber wieder in ihrer früheren Pracht und Individualität erleben wollen, als daß es ein Konglomerat mit der ÖRM bildet, brauchen wir nicht viel zu reden. Der momentan im Gang befindliche Trend verläuft ganz gut, und im Übrigen finde ich auch geradewegs 50 Nennungen für eine Premieren-Veranstaltung nicht so geringwertig. Sicher denkbar, daß es nächstes Jahr noch um Einiges mehr sein werden. Ich bin mir ziemlich sicher, daß es Zuwachs bei den Teilnehmern geben wird.
Ein allgemeiner Hinweis meinerseits noch: Es wäre schade, wenn vor Allem der Rallye-Promotor (neben anderen von der Situation betroffenen Kräften) keine Zeit und kein Interesse hätte, professionell zu ergründen, worauf die teilweise sehr geringen Teilnehmerzahlen zurückzuführen sind, und wie man denen entgegenwirken kann. Weil wie ganz einfach zu verstehen ist: Es hängt sehr viel daran. Wirtschaftlich, imagemäßig, und hinsichtlich der ganzen Allgemein-Verfassung des Sports an sich selber.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | Andi Lugauer hat es unlängst angesprochen, dass es für junge Motorsportler kaum ein Betätigungsfeld unterhalb der Rallye ÖM und Rallye Challenge gibt. Mit viel Beifall übrigens. |
Wann...? Wo...?
Abgesehen vom Stolz, aber es freut mich immer, wenn der Hinweis auf eine wichtige Sache, wo vor Allem noch ein großer Mangel besteht, reichlich Zuspruch findet. So wird es irgendwann vielleicht einmal dann doch angepackt. Das schafft Optimismus und verstärkt das Feuer der Leidenschaft.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | Tja, das habe ich schon vor Jahren angesprochen, und nicht nur hier im Forum, sondern auch in persönlichen Gesprächen mit Verantwortlichen. Ein Sprint Cup, vormittags Besichtigung, ab Mittag die Rallye, SP Länge maximal 50 km, keine Rundkurse natürlich und SPs zwischen 4 und 6 km, sowie leistbares Nenngeld und Nennschluß nicht unbedingt bereits 2 Wochen vorher - für Kurzentschlossene. |
Auch dafür ein herzliches Danke.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | In keinem Fall aber bin ich für die Herabsetzung des Mindestalters, 18 Jahre ist völlig ausreichend und keine Rally2, denn Manfred Stohl hat es völlig richtig zusammengefasst: Motorsport, speziell der Rallyesport ist gefährlich. Vier Todesopfer allein am vergangenen Wochenende in Italien! |
Da würde ich mich nicht ganz so eindeutig festlegen.
Ich frage mich (und Andere dürfen das auch gerne überlegen), was gefährlicher ist: Wenn Einer als zwar Achtzehnjähriger, aber gänzlich Unerfahrener auf eine Strecke geschickt wird, wo es eng und schnell ist und bei einem kleinen Fahrfehler schon ein großes Desaster auftreten kann, oder wenn der mit sechzehn Jahren unter gut abgesicherten, aber doch Rallye-typischen Bedingungen sich mit den spezifischen Anforderungen "anfreunden" kann, sich auf das praktische Rallye-Leben einstellen kann. Und sodann, mental und routinemäßig gestärkt, sich als Volljähriger auf die riskanteren Pfade begeben kann.
Ich denke, das ist nicht nur eine philosophische Frage. Das ist eine ganz handfeste Grundsatzfrage, auch in Belangen der Sicherheit. Von den wettbewerbstechnischen Aspekten und den sonstigen Vorteilen, die so eine Regelung bringt, rede ich gar nicht. Auch wenn es in der aktuellen sportlichen Situation, in der wir uns befinden, durchaus ein Faktor ist, der Beachtung und Berücksichtigung verdient. So viel dazu aus meiner Sicht.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | Eine Sparte für junge Motorsportler die völlig unterschätzt wenn nicht sogar belächelt wird ist der Slalomsport. Das ist nämlich keinesfalls so. Ausserdem gibt es dort eine Serien Klasse, kostengünstiger geht es nicht. Warum bietet die AMF nicht ein Aufbauprogramm in dieser Richtung an. Slalom Cups gibt es übrigens in ganz Österreich, besonders populär im sonst motorsportverschmähten Westen. Weiterführend mit einer Rallye Schule bzw Seminaren wie es sie schon vor Jahrzehnten gab und der Möglichkeit - wenn es sie denn gäbe - bei Sprint Rallyes teilzunehmen. |
Das wäre auch nicht ganz zu verachten. Durchaus.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | An einem Strang ziehen hieße auch, Teams mit einzubinden welche Fahrzeuge um relativ kleines Geld anbieten. Transparenz heißt das Zauberwort. Ehemalige oder aktive Fahrer gäbe es ebenfalls die als Coach zur Verfügung stehen könnten. Mit R5 oder R6 wenn man schon bei den FIA Klassen bleiben will. Dann nämlich können junge Talente schon am Beginn ihrer "Karriere" entscheiden, will oder kann ich das überhaupt, und sind die nötigen Geldmittel überhaupt vorhanden. |
Ich sag's, wie's ist: Ich bin mit den gegenwärtigen FIA-Kategorien nicht recht glücklich. Vor Allem, wenn wir von der technischen Basis für Einsteiger reden. Sie sind weder preislich das Gelbe vom Ei, noch ist die Auswahlmöglichkeit an Fahrzeugen recht groß. Letztendlich ist es auch für den Zusehenden interessanter und verlockender, wenn es bei den Automarken eine ansehnliche Abwechslung gibt. Schon wenn sich zu den beliebten M1-Fiestas ein paar Suzuki Swift, VW Polo, Fiat Punto, ein paar Hondas und ähnliche Gefährte dazugesellen, ist es sehr viel spannender. Dazu ein paar Volvos, BMW 318 oder auch Sechszylinder-Bayern-Schinken à la Manuel Kurz, und es macht schon richtig viel Spaß. Und trotz der dann teilweise höheren PS-Zahl bietet die LG2 im praktischen Betrieb da recht viel Ausgeglichenheit, weil die stärkeren Autos auch schwerer sind.
M1 Rallye Masters/LG2: Das wäre auf jeden Fall die Grundlage für meinen Plan. Alles sonst: Darf bei den Einsteiger-Rallyes mitfahren, bleibt aber punktelos. Und ist den Achtzehn-Plus-Jährigen vorbehalten. Damit wir auch hier der Sicherheit Rechnung tragen, bei gleichzeitiger Teilnahme-Möglichkeit für Unter-Achtzehnjährige.
Je stärker allgemein die Nicht-FIA-Wagenkategorien zurückgedrängt werden, umso schwerer wird es für einen Grundstock, um in Zukunft genügend Starter für den Rallyesport zu finden. Dafür spricht die theoretische Logik genauso wie alle praktischen Erfahrungen, die ich kenne.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | Alles lediglich meine Meinung, und diese Liste an möglichen Verbesserungen könnte noch lange fortgesetzt werden. |
In den Grundzügen, würde ich sagen, ist schon sehr viel Wichtiges genannt worden. Wie exakt Alles in die passende Richtung führt, ob bei dem Einen oder Anderen eine inhaltliche Korrektur angebracht wäre und wie die Verwirklichung möglichst vieler guter Gedanken in die Praxis im Einzelnen ablaufen sollte, da könnte man sicher noch viel diskutieren, und es werden auch ernsthafte Beratungen ins Laufen kommen, wenn genügend Personen ein weiterer Aufwärtstrend in unserem Sport wirklich etwas bedeutet.
Aber: Warum nicht.
| einUser hat Folgendes geschrieben: | | Schönen Tag noch allen, die es geschafft haben diesen Post zu lesen ... |
Wir werden noch Einiges mehr schaffen müssen, wenn wir in wichtigen Sachdingen weiterkommen wollen. Für einen guten Anfang halte ich Deine Situationsbeschreibung auf jeden Fall für geeignet.
| FAK hat Folgendes geschrieben: | | Es heißt nicht umsonst in den Service-Zonen bei einem großen Teil der Teilnehmer " nutzn wir die Möglichkeit, solange es noch geht...weil irgendwann drahn`s uns des eh ab..."...So schauts aus Herrschaften! |
Werden wir einmal schauen, wie's wirklich ausschauen wird. In fünf, zehn oder von mir aus über zwanzig Jahren.
Anrainer und andere Personen, die mit Rallyes keine Freude haben, hat es immer schon gegeben. Der Klimaschutz als bestimmender Faktor hat in den vergangenen Jahren natürlich an Bedeutung gewonnen. Aber das betrifft zumindest das gesamte Europa (vor Allem vom gesellschaftlichen Einfluß), und da müßte es in anderen Ländern auch einen Kahlschlag bei den Rallyes geben, der sich gewaschen hat.
Du wirst natürlich nicht grundlos Deine Aussage getätigt haben. Und ich bin gerne bereit, mich mit Dir über tatsächlich vorhandene, aufgrund konkreter Erfahrungen sichtbare Erschwernisse auseinanderzusetzen. Ich bin halt auch dafür, globale Probleme von spezifisch österreichischen Problemen sorgfältig auszulösen. Damit wir tatsächlich exakt sagen können, wo die Hauptübel liegen und wie weit wir durch gezielte Aktionen im eigenen Bereich gegenwirken können.
Ich denke mir halt: Ich habe auch schon vor über dreißig Jahren, als ich langsam begonnen habe, die Branche näher kennenzulernen, Äußerungen von Insidern gehört, die im Sinne von "Des drahn's uns eh bald ab" gelegen sind. Und trotzdem ist es immer wieder weitergegangen. Mal schlechter, mal besser, aber weitergegangen ist es immer.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Man kann aber " heilen " - wenn man Sachverstand und den Willen dazu hat. Aber eines von beiden fehlt zur Zeit .... |
Nach meiner Erfahrung fehlt oft beides. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, was unsere Zukunftschancen betrifft. Auch weil es immer wieder Lichtblicke in unserem Sport gibt, die viel aussagen. So wie jetzt die Grasl-Rallye. Wohl sicher ein Erfolg.
Sachwissen kann man sich aneignen, oder weitergeben. Und Motivation kann man erzeugen, durch gezieltes Lenken auf Positiv-Beispiele. Die Programmierung im Kopf ist ein wichtiges Um und Auf, das über Erfolg oder Mißerfolg entscheidet.
| GP Racing hat Folgendes geschrieben: | Wir waren sehr stolz darauf, dass es sofort am Sonntag nach der ARC Triestingtal Rallye, also einen Tag danach einen Bericht über den Hintergrund UND den sportlichen Ausgang der Rallye auf ORF 2 im Rahmen der Sendung "Aktuell nach Fünf", sowie am selben Tag um 19:55 Uhr in der Sendung "Sport Aktuell" gab.
Das schaffte denke ich heuer sonst keine Rallyeveranstaltung in Österreich!
Wer glaubt, dass dieser für alle beteiligten Aktiven und Austragungsgemeinden höchst erfreuliche Umstand, irgendeinen Sponsor als Anreiz für eine mögliche Triestingtal Rallye 2027 interessiert, muß ich leider enttäuschen!
Insofern muß ich goodman rechtgeben, Entscheidungsträger erreicht man über ORF Berichte nicht, aber auch anderwertig ist es sehr sehr schwer...
Mit freundlichen Grüßen,
Georg Gschwandner |
Auch darüber mache ich mir Gedanken.
Daß Ihr den ORF-Bericht bekommen habt, auch wenn regional beschränkt, kann ein wertvoller Baustein sein. Auch wenn es Euch jetzt erst einmal nicht hilft. Einige Menschen haben das sicher gesehen, und festgestellt, daß es diese Rallye gibt. Oder wieder gibt. Zumindest ein paar private Interessenten könntet Ihr dadurch (dazu-)gewonnen haben. Vielleicht sind auch ein paar Inhaber oder Geschäftsführer von einem Unternehmen dabei. Das kann man ja nicht sagen. Wenn da schon ein bißchen Aufmerksamkeit gekeimt ist, kann das ja noch größer werden. Möglich auch, daß der Eine oder Andere denkt: Schauen wir uns das einmal selber an. Oder: Warten wir einmal ab, wie das weitergeht. Oder überhaupt mit der ganzen Rallyechallenge. Jetzt, mit zwei recht beachtlichen Comebacks und einer wunderbar gelungenen Neuerscheinung stehen die Zeichen auch da auf Aufbruch, und noch dazu hat die Grasl-Rallye einige starke Partner aus der Wirtschaft finden können. Das halte ich auch bei Eurer Veranstaltung gut für denkbar.
Mir liegt da klassisch der Satz auf der Zunge "Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut". Ich sehe da wieder, wie so oft, das gesamte Geschehen als großes Puzzle, wo zwischen den Einzelteilen eine starke Wechselwirkung besteht. Da liegen für uns die großen Chancen. Weil es eine, Alles lösende Maßnahme eben nicht gibt. Aber dafür eine hohe Zahl an Aktivitätsposten, in denen sich Vieles entscheidet.
Ich würde sagen: Ihr habt Vieles gut gemacht, und werdet sicher eifrig weiterarbeiten. Da sollte die richtig große Belohnung auf die Dauer nicht ausbleiben. _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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Philwaldecksschwager
Anmeldedatum: 07.03.2011 Beiträge: 73
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Verfasst am: 24. September 2026, 11:34h Titel: |
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| ...und wieder wurde von AL ein Thread beerdigt... |
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schlauzi
Anmeldedatum: 07.09.2012 Beiträge: 805
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Verfasst am: 24. September 2026, 16:08h Titel: |
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Er möge in Frieden ruhen!
(natürlich der Thread) _________________ Mens rasa in corpore rasanto (schlauzi) |
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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1904
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Verfasst am: 25. September 2026, 20:26h Titel: Bedeuten - hindeuten - fehldeuten |
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| Philwaldecksschwager hat Folgendes geschrieben: | | ...und wieder wurde von AL ein Thread beerdigt... |
Dann kann man ja nur guten Appetit beim Leichentrunk wünschen. Wo auch grade kürzlich die Kulinarik thematisiert wurde. Rein durch Zufall, mehr oder minder.
Aber im Ernst: Schlau werde ich aus Ihrer Aussage nicht wirklich. Es kann ja immer noch Jeder hier reinschreiben, was ihm einfällt. Und zu einem sehr weiten Grad auch, was er will. Außerdem hat sieben Tage lang, bevor ich in Aktion getreten bin, auch schon Keiner mehr hier geschrieben. Ab wann ist da ein Thread offiziell beerdigt, und warum?
Man sollte wirklich die Kirche und die Leichenbegleiter dort lassen, wo sie hingehören. Hierher wohl sicher nicht. Ein bißchen Nachlesen bei Gansterer würde mehr helfen. Besonders empfehlenswert: Die zehn Gebote für den Erfolg.
Grundlos persönlich abwertende, abschätzige Kommentare abgeben gehört mit Sicherheit nicht dazu.
| schlauzi hat Folgendes geschrieben: | Er möge in Frieden ruhen!
(natürlich der Thread) |
Mögen die Lästermäuler in Frieden ruhen. Zu Lebzeiten schon.
Es gäbe ein großes Grundübel weniger.
Aber eher trifft man wahrscheinlich in Alaska eine Rhinozerus-Herde an.
Oder einen Schwarm Piranhas in der alten Donau...
Ist mir da nicht noch etwas eingefallen? Ach ja: Totgesagte leben länger.
Liest man gelegentlich. Muß nichts bedeuten, aber... _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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