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Moderator Site Admin
Anmeldedatum: 01.10.2007 Beiträge: 100
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Verfasst am: 14. Juli 2026, 11:06h Titel: |
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| FAK hat Folgendes geschrieben: | Guten Tag!
| Zitat: | | Selbstverständlich muß man Batteriebetriebenen Fahrzeugen eine Wettbewerbsmöglichkeit bieten, aber bitte in eigens dafür organisierten Veranstaltungen! Beispiel Formelsport: Da fährt auch kein Formel E in der Formel 1 bis Formel 4, sondern in einer eigens dafür geschaffenen Rennserie. (Bei Radrennen dürfen auch keine E-Bikes teilnehmen). |
Vielleicht gibt es ja jemanden, der den Sinn der beiden Sätze verstanden hat...
A |
Das Schöne am Rallyesport war immer, dass möglichst viele verschiedene Fahrzeuge gefahren sind.
Dein Beispiel mit dem Formelsport - wäre ja eh interessant, wenn du in einem Rennen unterschiedliche Formelautos fahren lassen würdest. In einer Boss GP zB hast du das auch genau so.... |
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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1897
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Verfasst am: 4. August 2026, 20:26h Titel: Hochspannung...Vorsicht... |
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| RallyeFan hat Folgendes geschrieben: | sehr intelligent, so bringen wir den sport sicher in eine goldene zukunft, gleich alles verbieten was einem nicht in den kram passt?
ned bös sein, aber der rallyesport war immer schon vorreiter was technische entwicklung betrifft und in zeiten wie diesen, ist jeder zusätzliche starter, für den veranstalter gold wert. die zahlen genauso nenngeld wie jeder andere auch und ob es einem passt oder eben nicht, das ist eben die zukunft, zumindest im zivilen strassenverkehr. |
Das bringt zweifellos einiges Wichtiges auf den Punkt. Und führt die Überlegungen in eine insgesamt gute Richtung.
Ich sehe die Dinge immer von mehreren Seiten. Wahrscheinlich bin ich zu sehr altmodisch geprägt, das gebe ich zu, denn ich habe absolut keinen Drang, ein Elektroauto bei einer Rallye zu sehen. Ich weiß gar nicht, ob ich mir als Straßenauto eines kaufen würde. Aber es stimmt eben natürlich auch: Es ist ein ingredienter Bestandteil, daß Motorsport in seinem Grundwesen, und ganz besonders dann, wenn man den Begriff wörtlich nimmt, ein praktisches Testfeld für technische Innovationen ist, zugleich auch immer wieder sehr viel Werbung. Da ist ein Ausschluß von diesen zwar (für unsere Eindrücke) sehr vermindert spektakulären Fahrzeugen, die sich an möglichen zukünftigen Motorisierungsvarianten orientieren, nicht gerade zielführend.
Ein ganz persönliches Statement von mir: Mir ist es lieber, es dürfen Elektrofahrzeuge und gleichzeitig auch Saurier-hafte Brüller mitfahren, als es sind keine E-Autos am Start, und von den "Repräsentanten der alten Garde", die verstärkt das Wilde, das Spaß Machende hervorkehren, auch keiner. Mir hat die Herbstrallye von 2021 richtig Spaß gemacht, wo zwar der Kreisel-Skoda auf mich farblos gewirkt hat (und ich meine nicht die Lackierung...), ich mich aber dafür an der Attraktion des Nesetril-Porsche erfreuen konnte.
Um das Persönliche ein wenig fortzusetzen: Für mich ist Pikes Peak eines der schönsten Rennen. Oder genauer gesagt: Das Race to the Clouds, in den Vereinigten Staaten. In Europa ist es wahrscheinlich erst bekannter geworden durch die Einsätze von Audi, mit zuerst Michéle Mouton und danach Walter Röhrl. Da hat dann auch Peugeot das Rennen als PR-Bühne genützt, und bald darauf auch schon gewonnen, dazu der Bergmann-Golf - da ist es schon ein bißl dahingegangen.
Was aber für mich besonders bemerkenswert ist an diesem Rennen, ist nicht nur, daß vom Motorrad bis zum Truck Alles mitfahren kann, sondern auch, weil technisch so eine große Vielfalt herrscht. Bis eben auch zum Elektro-Fahrzeug. Für mich der Idealfall schlechthin.
Wenn wir von Rallyes und Ähnlichem reden: Da ist mir auch eine möglichst direkte Konkurrenz sympathisch. Ich hätte auch bei den Grand Prix nichts dagegen, wenn E-Autos und Verbrenner gegeneinander fahren. Dann am Besten Verbrenner aller Art und in beiden Fällen mit einer definierten Energiemengen-Vorgabe. Wenn es sich administrativ machen läßt, und sich die technischen Standards einander angleichen lassen, sehe ich kein Problem. Sicherheit...ja, natürlich. Aber dann dürften sie auf der Straße auch nicht fahren. Das ist hoffentlich vernünftig gelöst.
Ich denke außerdem auch, daß die weit verbreitete Abneigung gegen E-Fahrzeuge, die im Unterbewußtsein wahrscheinlich bei vielen Menschen besteht, unter Anderem deswegen so ausgeprägt ist, weil man sie so für unsere Eindrücke großkotzig durch Anordnung von Oben durchpeitschen will. Wobei man nach wie vor auch zweifeln muß, ob sie umwelttechnisch wirklich so vorteilhaft und unbedenklich sind, wie es immer propagiert wird. Wenn man das Gesamt-Umfeld betrachtet. Ich kann verstehen, daß man sich über den Zustand unseres Planeten Sorgen macht, und daß man da vielleicht auch unpopuläre Maßnahmen durchsetzen will. Aber erst macht man Jahrzehnte lang überhaupt nichts, obwohl die Probleme schon lange thematisiert wurden und Viele beschäftigt haben, jetzt will man den ganzen Auto-Verkehr mit der Brechstange umkrempeln. Wie es bei den Flugzeugen und Schiffen weitergehen wird, weiß man eh nicht so genau. Für mich ist bei dem Allen viel zu wenig Augenmaß drinnen. Viel zu engstirnig und zu einseitig, wie da agiert wird. Wir können noch immer nicht genau sagen, wie das mit dem E-Fuel weitergehen wird, ob sich da effizientere Bearbeitungsmethoden finden lassen, um den Materialkreislauf zu verbessern, vielleicht gewinnen Bio-Kraftstoffe an Bedeutung, sodaß nicht Alles an der Stromtechnik hängt: Alles möglich.
Das sind halt Alles Sachen, die sehr viel mit wirtschaftlichen und politischen Kalkülen zu tun haben. Und nicht immer stehen dabei die eigentlich relevanten Ziele und Zwecke im Vordergrund. Für die man vorgibt, sich einzusetzen. Für den großen Absatz und eine erworbene gesellschaftliche Stellung genügt es oft schon, Zuspruch von vielen Seiten zu bekommen. Ob für dessen Zustandekommen vornehmlich das Sein entscheidend ist, oder nicht doch eher bloß der Schein, das kann man nicht immer genau sagen.
Natürlich sind das Alles Überlegungen, die sehr weit führen, und Keiner kann das Alles überblicken, was tatsächlich läuft und wie viel davon für unsere Betrachtungen als Motorsport- und Rallye-Anhänger maßgeblich ist. Ich will einfach nur einmal sagen: Es ist offensichtlich erkennbar, daß Einiges an Veränderungsprozessen im Gang ist, die die Fahrzeugtechnik gemeinhin betreffen, und das geht eben auch an den aktuellen Trends im Wettbewerb der Technik nicht spurlos vorbei. Das ist eigentlich eine ganz logische Konsequenz.
Was genau sich wo hin verschieben wird, wie die anteilsmäßigen Verteilungen zwischen Elektro-Fahrzeugen und Verbrennungs-Fahrzeugen in näherer oder fernerer Zukunft sein werden, ob eventuell die Verbrenner-Technik im Zukunftsrennen wieder verlorene Terrains zurückgewinnen wird können und Ähnliches, das wird sich zeigen. Es wird auch Vieles davon abhängen, wie professionell sich unsere Gesellschaft mit den Angelegenheiten auseinandersetzen wird und wie vernünftig die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Branchen, involvierten/verantwortlichen Organisationen und Nationen sein wird. Da wird zweifellos sehr viel Denkleistung gefordert sein, von vielen Seiten.
Zurückkommend auf das Thema E-Autos bei Rallyes, will ich zusammenfassend aus meiner Sicht sagen: Ich sehe - auch in atmosphärischer Hinsicht - in anderen Dingen viel größere Probleme für unseren Rallyesport, als in der Zulassung von Elektro-Fahrzeugen. Ein stimmungsmäßiges Defizit durch Mangel an Attraktionen wird nicht damit behoben, daß Elektro-Autos nicht mitfahren dürfen. Lieber dafür verstärkt darauf schauen, daß von den Publikums-Lieblingen unter den Fahrern und Fahrzeugen mehr vertreten sind.
Gedanken gemacht habe ich mir auch über das Grundprinzip "Wer zahlt, schafft an". Das hat sicher überall in der Wirtschaft sehr viel Gültigkeit. Nur sollte man halt auch nicht darauf vergessen - und das ist die Chance für die "kleinen" Konsumenten, ein bißchen was mitzureden - daß letztendlich die große Masse der einfachen Menschen es ist, die Waren und Erzeugnisse kaufen, mit denen vor Allem die großen Unternehmen ihre Einnahmen erzielen. Bei einer Rallye ist halt immer noch der Spaß, das Genußerlebnis das "Kauf-Motiv" Nummer Eins. Wenn also ein Unternehmen - gleich ob es der Veranstalter direkt ist oder eine ihn unterstützende Dritt-Gesellschaft - erfolgreich sein will, dann wird es gut daran tun, seine Kunden, also die Zuseher, bei guter Laune zu halten. So weit möglich...
Was ganz Anderes: Warum keine Aixam-Mopedautos bei Rallyes? Da könnte man wohl gleich mit Motorrädern oder Mopeds fahren. Mir fällt da spontan das Jahr 1998 ein. Wo sich bei allem damaligem Boom in der ÖRM eine sehr dunkle Seite gezeigt hat. Ich denke, ich muß nicht ins Detail gehen. Weil ehrlich gesagt, es widerstrebt mir sehr.
Ab einer gewissen Größe - oder Kleinheit, besser gesagt - halten die Autos immer weniger aus. Das ist leider so.
| Moderator hat Folgendes geschrieben: | | Das Schöne am Rallyesport war immer, dass möglichst viele verschiedene Fahrzeuge gefahren sind. |
Das war immer auch genau meine Rede.
Auch wenn man dem Streben nach Vielfalt - siehe gerade eben - manchmal Grenzen setzen muß. _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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