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Josef Pointinger



Anmeldedatum: 09.04.2020
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 21. August 2025, 9:18h    Titel: Antworten mit Zitat

Andi ,
Dein Wunschdenken in Ehren , es ist halt vergebene Liebesmüh.

Das Problem liegt ganz woanders. Ganz kurz erklärt.

Wie haben keinen Verband der unsere Interessen vertritt ,
der in Wirtschaft , Politik und Medien gut vernetzt ist und somit als Türöffner hilfreich sein könnte.

Hier sollte man ansetzen. Wenn Du Dich hier reinkniest werden vielleicht einige Deiner Kritiker Dir sogar mal rechtgeben.

LG Sepp
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1880

BeitragVerfasst am: 21. August 2025, 19:10h    Titel: Denken und lenken, Richtung zur Lichtung Antworten mit Zitat

Grüß Dich, Sepp. Cool

Danke für Deinen Input. Damit kommen wir den entscheidenden Schlüsselfaktoren zur Suche nach brauchbaren Lösungswegen schon bedeutend näher.

Ich knie mich immer gern hinein, wenn es einen Sinn hat. Ob das Wie und Wo et cetera Kritiker beeindruckt oder umstimmt, sei dahingestellt. Mir kommt es darauf an, daß die, die wirklich einen ehrlichen Beitrag für einen guten Rallyesport leisten oder das wenigstens versuchen, in ihren Anstrengungen belohnt werden. Und als erfreuliche Begleiterscheinung davon der Sport sich in einem glänzenderen Bild präsentiert, aber irgendwie ist das ja eh Eines.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, wünschst Du Dir - zusammenfassend betrachtet - eine stärkere Lobby, die dem Rallyesport unterstützend zur Seite steht.

Daraus ergeben sich wieder die nächsten Fragen: Wie sollte diese Lobby aussehen, wie kann man sich die ideale Version davon am ehesten vorstellen, warum gibt es eine solche Lobby bisher nicht, und was müßte/sollte geschehen, um hier zu dem richtigen oder ansatzweise idealen Ergebnis zu kommen.

Ich habe sehr wohl schon Überlegungen in diese Richtung angestellt, und hätte deswegen Einiges dazu zu sagen. Jederzeit kann ich das tun. Mir wäre es allerdings lieber, wenn Sport-Treibende dazu ihre Gedanken äußern würden. Vorerst einmal. Ich will Niemandem, der etwas Wertvolles zu sagen hat, vorgreifen, oder in seiner Einschätzung beeinflussen. Es soll Jeder seine Erfahrungen und Wunschvorstellung offen beschreiben dürfen, frei aus der Wahrnehmung heraus. Und nicht nur Fahrer oder Beifahrer sollten sich melden, sondern auch andere Aktive. Und wenn er im Servicezelt den Eßtisch deckt. Selbstverständlich auch jeder Organisationshelfer, egal in welcher Position. Eigentlich Jeder, der einen Bezug zum Sport hat.

Ihr habt es gelesen. Darum: Gentlemen (und -women), start your engines! Very Happy
_________________
"Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."

Henry David Thoreau
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1880

BeitragVerfasst am: 26. Oktober 2025, 20:27h    Titel: DARUM geht's! Antworten mit Zitat

Andi Lugauer hat Folgendes geschrieben:
Gentlemen (und -women), start your engines! Very Happy


Ziemlich stumm bislang, die Motoren. Rolling Eyes

Für einen weiteren Startversuch reicht zumindest meine Batterie noch.

Josef Pointinger hat Folgendes geschrieben:
Lieber Andi ,

bitte in kurzen klaren Sätzen um was es geht

LG Sepp


Andi Lugauer hat Folgendes geschrieben:
Rallyes, von denen möglichst viele das Idealbild schlechthin eines jeden einschlägigen Sport-Anhängers erfüllen. Heißt dann: Möglichst viele verschiedene Autos, in zumindest allen wichtigen Fahrzeug-Kategorien, von den ganz heißen Bolzen bis zu denen, die sich gerade bis auf die Sicherheitsausrüstungen und ein paar andere Kleinigkeiten vom Bruder von der Straße unterscheiden. Dazu auch: Möglichst viele gute Fahrer im Wettbewerb, vor Allem von denen, denen das Talent der Fahrzeugbeherrschung richtig im Blut liegt. Und je besser einer da ist und je größer auch der Ehrgeiz ist, umso besser soll es auch um seine Chancen auf einen erfolgreichen Aufstieg stehen. Kurz gesagt - hier dazu: Leistungsorientierung mehr in den Vordergrund stellen.

Und wenn auch möglich: Dem Ganzen möglichst anspruchsvolle Strecken zur Seite zu stellen. Weniger im Sinne von "möglichst viel möglichst schnell", sondern eher in die Richtung "reduzierte Bodenhaftung" (mehr Drifts...), instabileres Fahrverhalten - mit einem Wort: Spektakulärer, mehr Action und Spaß.


(Den Teil kennt Ihr ja schon. Cool )

Damit's NOCH klarer ist... Very Happy Idea :

https://www.youtube.com/watch?v=dxvfQHwDR8A

Vielleicht denken jetzt Einige ziemlich das Gleiche, was ich denke...

Keine gespielte Show, nichts Aufgesetztes, einfach nur: Rallye pur!

Oder...:

https://www.youtube.com/watch?v=7ei1Y4Fwqhc

Die vielen GT-Porsches im beeindruckenden Rally2/R5-Feld sind schon ein sehr kräftiger Aufguß. Und dahinter, im Bereich der "bodenständigeren" Autos, hat sich ja auch Einiges getan.

Hier auch mit ein paar Sprüngen:

https://www.youtube.com/watch?v=009nzW9oYvg

(Ende schlecht, sonst aber so gut wie Alles gut. Very Happy )


Merkt Ihr, was ich sagen will? Entweder man bekommt spätestens DA Lust, die Dinge einmal richtig anzupacken. Zumindest Überlegungen anzustellen, was anderswo besser läuft, und warum. Und wie wir den Abstand zu unserem Vorteil verkleinern können. Oder man ist nie wirklich ein Rallye-Anhänger gewesen. Rolling Eyes

Auf jeden Fall aber: Thanks for watching, thanks for reading! Cool
_________________
"Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."

Henry David Thoreau
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1880

BeitragVerfasst am: 30. Mai 2026, 20:26h    Titel: Win-Win? WIE-WIE...? Antworten mit Zitat

Hiermit greife ich wieder einmal ein wichtiges Thema auf...:

Josef Pointinger hat Folgendes geschrieben:
Andi ,
Dein Wunschdenken in Ehren , es ist halt vergebene Liebesmüh.

Das Problem liegt ganz woanders. Ganz kurz erklärt.

Wie haben keinen Verband der unsere Interessen vertritt ,
der in Wirtschaft , Politik und Medien gut vernetzt ist und somit als Türöffner hilfreich sein könnte.

Hier sollte man ansetzen.


Vielleicht sind einige relevante Kräfte bereits eifrig am "Ansetzen". Das an anderer Stelle von mir schon angesprochene Interview mit Michael Fehlmann und Philip Lueger über den TEC7-Publikator weist da auf einige engagierte Arbeiten hin. Vor Allem hinsichtlich des Bereiches Vernetzung.

Das ist die eine Sache. Da könnte vielleicht etwas Gutes herauskommen. Man sollte aber den Ball, die Verantwortung in diesen Sachen nicht nur an die Führungsebene abgeben. Sondern gerade, wenn man von und für die Basis spricht, sich selber auch ein bißl mit Gedanken einbringen, wie wir Defizite und Schwachstellen in unserem Sport, die sich leider im Lauf der Jahrzehnte angesammelt haben, aufholen und bewältigen können. Durch konkreten aktiven Einsatz in der Sache direkt.

Weil Eines ist klar: Keiner in der Wirtschaft, wie groß sein Vermögen oder das, über das er verwaltet, auch sein mag, wartet darauf, daß wer kommt und sagt "Wollt's Ihr Euer Geld loswerden? Dann habt's Ihr jetzt die Gelegenheit dazu...!" Ich will Niemanden, der aus ganzer Kraft mithilft, unseren Rallyesport am Leben zu erhalten, unterstellen, daß er mit zu wenig Eifer, zu wenig Leidenschaft bei der Sache ist. Das gleich vorab. Andererseits laufen bestimmte Dinge immer noch viel zu unbefriedigend. Wer sich dem annimmt, und wie er das tut, um mehr Erfolg herauszuholen, ist mir egal. Solange es fair und halbwegs gründlich durchdacht ist. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel, aber Mittel, die keine guten Ergebnisse bringen, sind zwecklos.

Was ich dabei ganz wichtig finde: Daß das Angebot so gut als möglich auf die Nachfrage antwortet. Natürlich kommt es dann auch darauf an, daß die Nachfrage gut erkennbar formuliert ist. WAS ist wirklich gewollt? Dann kann man es auch leichter befriedigend erfüllen. Wenn die Menschen gerne Rallyes sehen, wo viele gute Fahrer mit starken Wagen am Start sind, und möglichst unterschiedlichen, weil dann nicht nur die Auseinandersetzung um den Sieg offener und interessanter ist, sondern auch actionmäßig mehr los ist, dann sollte man das Bestmögliche dafür tun, damit hier das Ziel so gut als möglich erreicht wird. Und wenn weit mehr Menschen, besonders Jüngere, gerne Rallye fahren würden, als das tatsächlich tun, und man kann dafür sorgen, daß sich den Spaß mehr Personen leisten können, dann sollte man hier AUCH das Bestmögliche tun. Die wollen oft gar nicht mit irgendeiner Granate wie einem Rally2-Skoda oder -Hyundai da ran gehen. Oder sagen wir: Nicht zwingend NUR. Die sind wahrscheinlich froh, wenn sie mit irgendeinem alten Kasten, der zwar nicht schnell, aber zäh ist, daß er ein bißl Gewaltakte aushält, herumtollen können. Und wenn es nur ein paar Runden auf einem erweiterten Rallycross-Ring sind, plus ein wenig Auf- und Ab-Hetzen auf einem Wirtschaftsweg, damit sie ein wenig raus kommen auch. Und so ein wenig das Rallye-Feeling kennenlernen. Cool

Die Kernbotschaft, auf die ich hier hinweisen will, sollte sein: Der Markt hat immer recht. Es ist doch tatsächlich so. Oder nicht? Wenn das schon beim Börsenhandel gilt, wo Vieles von undurchsichtigen, abstrakten Einflüssen bestimmt wird, aus Sicht eines Normalos, dann muß das ja erst recht für Geschäfte gelten, wo Produkte gehandelt werden, deren Wert sich klar verständlich aus bestimmten Merkmalen ergibt. Und wo ein bestimmtes Angebot einen regen Zulauf bekommt. Oder auch nicht, wenn es nicht oder nicht gut genug überzeugen kann, daß sich eine breite Kundschaft aufbaut, mit der man gutes Geschäft machen kann, und wo beide Seiten einen wertvollen Vorteil ziehen können. Ich bin immer dafür, daß man auf bestmögliche Win-Win-Situationen hinarbeiten kann.

Ich denke, daß es da viel Sinn macht, über ein paar Dinge nachzudenken. So wie: Wie gut ist das aktuelle Angebot im österreichischen Rallyesport, um die Nachfrage seitens Zuseher und Sportler zu befriedigen? In weiterer Folge auch Sponsoren, aber das steht ja damit auch sehr in Verbindung. Kann das Gebotene noch verbessert werden? (Ich denke ja.) Und unter welchen Umständen? Was muß dafür geleistet werden, und ist das zumutbar? Wiederum auch: Unter welchen Voraussetzungen? Was momentan, zu einem bestimmten Zeitpunkt, unüberwindlich ist, kann einige Jahre später, wenn sich verschiedene Umstände geändert haben, möglicherweise doch erfolgreich vollzogen werden. Und eventuell auch nicht, indem man eine Lücke füllt und dafür eine andere aufreißt. Weil damit vielleicht am Ende gar nichts gewonnen ist.

So finde ich halt, daß es nichts schaden kann, bestimmte Dinge im Auge zu haben. Klar, das ist Alles eine Arbeit, die Verhältnisse zu analysieren, Chancen, Hindernisse und Risiken ausfindig zu machen, und verschiedene Lösungsmodelle gegenüberzustellen. Und hundertprozentig voraussagen kann man nie Alles. Aber die Vorteile, die erreichte Verbesserungen grundsätzlich bringen, sollten doch eine Motivation sein, auf entsprechende Ziele hinzuarbeiten. Mit handfesten Überlegungen wie: Was ist anders, wenn wir statt günstigstenfalls zwei eher gegen fünf Sieganwärter in der ÖRM haben, was bringt es an Vorteilen, an Prestige, zusätzlichen Einnahmen durch mehr Zuseher vor Ort und in den Medien, und was wird dadurch sonst noch mitgerissen, wie zum Beispiel die Erhöhung des Anreizes für weitere Einstiege (Nenngeldgewinn u. Ä. ...), wie können auch andere Bereiche und Segmente davon profitieren, was bringt es dem Sport generell? Zahlt sich dafür der Einsatz aus, wie können wir dabei Schritt für Schritt vorgehen, welche Möglichkeiten können dafür genützt werden?

Ich denke, jeder Mensch hat bestimmte Ziele und Wünsche. Bei Vielem sind sie so weit in Teilbereichen identisch, daß eine gemeinsame Anstrengung absolut zielsicher zum gewollten - sage ich einmal - Produkt hinführt. Einer der ersten Schritte wäre wohl, daß möglichst viele Menschen, die Rallyes lieben, sich bemerkbar machen. Und zeigen, daß ihnen der Sport und bestimmte Merkmale wichtig sind. Dann wird das auch eher zur Kenntnis genommen. Das hilft auch schon viel.

Die Signalwirkung soll man nicht unterschätzen. Das sage ich immer. Und noch etwas: Viel Geld kann eine geschickte Planung und den richtigen Einsatz zur richtigen Zeit nicht ersetzen. Bei vielen Dingen. Aber eine geschickte Planung und Einsatz können fehlende Geldmittel sehr stark ausgleichen. Wenn ein gutes, professionelles Engagement erkennbar ist, kommt die Rückkoppelung in Form von Finanzfluß fast von allein. Und mit der Zeit immer stärker. Das ist schließlich und endlich die Grundlage hinter der Marktwirtschaft an sich selber.

Weil der Markt hat recht. Echt! Very Happy
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Henry David Thoreau
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