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Numerus Klausus, oder: Die Ode an die Freude

 
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1549

BeitragVerfasst am: 24. Februar 2020, 18:06h    Titel: Numerus Klausus, oder: Die Ode an die Freude Antworten mit Zitat

Hoch soll er leben, der Klausner, und quer sowieso. Jetzt erst recht.

Fraglich ist, ob mit der vieldiskutierten Sperre ein Übel an der Wurzel angepackt wird, oder ob nicht eher Symptome krampfhaft unterjocht werden. Ich vermute Letzteres.

Doch damit vorerst genug zum konkreten Fall, zumindest von meiner Seite. Aber im Allgemeinen beschäftigt mich das Thema "Rallyefahren" und "Spaßhaben" doch ganz elementar. Denn: Wo kann man mit einem Auto in der heutigen Zeit noch nach Herzenslust herumtollen? Driftchallenge? Wäre mir persönlich etwas zu einfältig. Slalom? Schon interessanter. Auto- oder Rallycross? Wäre mir - auf die Dauer betrachtet - etwas zu langweilig. Stockcar am Oval sowieso (nicht abwertend gemeint! Very Happy ). Rundstrecke? Oftmals zu teuer und auch eher von beschränktem Fun-Level. Außerdem gibt es nicht überall den entsprechenden passenden Kurs. Und Nürburgring oder etwas Vergleichbares gibt's nur einmal. Was bleibt also noch übrig?

Ein klarer Fall: Mit einem Auto nach Gutdünken auf freiem Feld herumtoben - das kannst du nur bei einer Rallye. Da ist die innere Befriedigung für Jemanden, der durch die Kurven driften will und dabei Genuß empfindet, am Höchsten.

Jetzt ist es aber so, daß die meisten gängigen Rallyes in Österreich für Amateure, die einfach der Lust wegen dabei sein wollen, ein denkbar nicht sehr dankbares Pflaster sind (nicht falsch verstehen). Die Wertungsprüfungen wie bei einer Lavanttal-Rallye oder einer Rebenland-Rallye sind sehr selektiv und auf ihre Weise schön. Aber sie verzeihen kaum einen Fehler. Ein ungestümer Fahrer, speziell ein Newcomer, der mit dem Grenzbereich noch nicht so auf Du und Du ist, kann sich da sehr leicht verkühlen, wenn Ihr versteht, was ich meine. Und der zweite große Brocken ist der Kostenfaktor.

Mein Gedanke wäre nun: Machen wir doch (WENN es sich machen läßt, aber ich bin da sehr zuversichtlich) Rallyes, wo in den meisten Kurven (sage ich jetzt einmal) ein größerer Auslauf besteht, vornehmlich auf Schotter. Und zwar auf einem, der nicht allzu brutal ist. Solche Strecken gibt es nicht? Einfach ein paar Spaziergänge auf weiter Flur machen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen: Es gibt sie, solche Strecken.

Der Sinn dahinter: Wenn nun ein junger Glüher oder ein anderer rasanter Fahrer, deren es sicher genügende gibt, sich in einer Ecke verbremst, zu quer daher kommt oder einfach zu schnell in eine Kurve reinfährt, dann sind zwar ein paar Sekunden beim Teufel (mehr oder weniger, je nachdem, wie schwer einer gepatzt hat), aber ein Schaden am Auto wird dabei kaum entstehen. Schlimmstenfalls wird vielleicht ein Stoßdämpfer brechen oder ein Reifen aufgeschlitzt werden. Oder bei einem Überschlag (wenn's wirklich ganz brutal hergeht) vielleicht der Rahmen ein wenig verzogen sein oder eine Scheibe zerbrechen. Aber ein Totalschaden oder gar ein Personenschaden wird relativ unwahrscheinlich sein.

Solche Strecken bzw. Rallyes wären die günstige Voraussetzung, um unbelastet Fahrspaß genießen zu können. Oder auch - so man etwas höher hinaus will und auch entsprechend lernfähig ist - um das Fahrverhalten eines Autos im Grenzbereich näher zu studieren und kennenzulernen. Und zwar direkt in der Praxis. Nicht in der Theorie. Dort, wo es am wirksamsten ist.

Vielleicht sollte man es so machen, daß man im Interesse der Begrenzung des Aufwandes die SP-Kilometerzahl auf 50 km beschränkt und Services verbietet. Und eventuell Straßenreifen vorschreibt. Und um der ARC und ÖRM nicht ganz die Show zu stehlen, könnte man eventuell nur Punkte für Historische sowie für M1-Fahrzeuge und seriennahe Fahrzeuge bis zu einem gewissen Hubraum vergeben. Die Anderen sollen sehr wohl mitfahren, aber nicht punkten dürfen.

Zu überlegen wäre auch, ob man hier Ausrüstungen wie HANS und Ähnliches vorschreiben sollte, zumal bis zu einer gewissen Hubraumgrenze. Bei den Historischen ist die HANS-Einrichtung ja auch nicht verpflichtend.

Ich denke, daß man mit solchen Veranstaltungen ein ideales sportliches Feld schaffen könnte, in dem sowohl Hobbyfahrer, die es auch bleiben wollen, eine feste Heimat finden könnten, als auch den interessierten Neulingen ein gutes Sprungbrett für höhere Rallye-Engagements bieten könnte, in dem sie erst einmal lernen und sich perfektionieren könnten. Möglicherweise würde ein solches neues Rallye-Betätigungsfeld sogar beträchtlich boomen. Von der Austrian Rallye Challenge hätten das am Anfang auch nicht viele vermutet (auch ich war zunächst skeptisch).

Ein Fall für Klausner und Alle, die es ihm gleichtun wollen? Wenn's nach mir geht, ja! Very Happy
_________________
"Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."

Henry David Thoreau
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