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Peter Klein
Anmeldedatum: 14.01.2020 Beiträge: 444
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Verfasst am: 16. Juli 2026, 11:12h Titel: Klugscheisser und Tagträumer |
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Ok, ich hatte mir vorgenommen Lugauers langatmige Machwerke nicht mehr zu lesen oder zu kommentieren. Doch da ruft mich ein lieber Freund und tatsächlicher Fachmann an und meint: " schau dir doch bitte diesen Schwachsinn an, den Lugauer im Forum von motorline.cc wieder verzapft hat."
Und weil heute kein Badewetter und ausserdem mein Putzteufelechen zu Gast ist, sitze ich also vor dem Computer und denke: der Lugauer lernt es einfach nicht mehr!
Der Schwachsinn fängt schon im ersten Satz an!
Natürlich haben wir Talente, aber beileibe nicht mehr in der Güte, wie wir sie einst hatten! Die Qualität der aktuellen heimischen Spitzernfahrer kann mit jener der Jahrzehnte bis etwa 2010 aus verschiedenen Gründen nicht mithalten Vorrangig, weil man den Vergleich mit der Weltklasse scheut - oder nicht bereit ist, dementsprechendes Budget einzusetzen. Die gelieferten Ergebnisse sind Fakt !
Ich finde es sehr gut, dass nun Neulinger, oder Lichtenegger den Vergleich in der EM suchen - zur WM ist es ein weiterer, großer Schritt. Doch beide mussten feststellen, dass der Erfolg in Österreich, schon bei der EM keine Aussagekraft hat.Eine Sekunde am Kilometer gegen einen Markenkollegen ist doch recht üppig, sollte aber auch Ansporn sein!
Sinnerfassend zu lesen könnte Lugauer weiterhelfen.
Werner Grissmann ( ihn schreibt man mit Doppel S ) mit Wittmann, Baumschlager, Wiedner, Fischer, Haider oder den Stohl?s zu vergleichen ist geradezu lächerlich.
Skifahrer ( auch wenn sie Halbzeitkaiser sind ) haben oft Talent für den Motorsport, auch Grissmann. OK, er war einmal bei der San Remo um eine halbe Minute schneller als Wittmann, das war ein Duell Audi Quattro S2 gegen VW Golf !
Grissmann war auch einmal 5. in Portugal, hinter ihm nur noch zweiradgetrieben Fahrzeuge. Röhrl hätte damals als Drittplatzierter eine ausgiebige Mittagspause samt kurzem Schläfchen machen können.
" Derwarten " auf diesen Ausdruck hatte Rudi Stohl das Patent, als er noch mit seiner Lada reiste.
Aber hat ein Wiedner in Argentinien den 2. Platz " derwartet " ? Ein Baumschlager Rang 5 auf Korsika oder bei der Safari? Ein Stohl sen. in Griechenland, Argentinien, Kenia, Elfebnbeinküste oder Neuseeland?
Stohl jun, hat vor genau 20 Jahren seine 4 Podestplätze " derwartet "? Er hat zum Saisonausklang in Wales ausser dem Sieger Grönholm die gesamte Weltelite, die Profis Sordo und Pons von Citroen, Hirvonen, Latvala und Wilson von Ford, Petter Sólberg und Atkinson von Subaru, Duval und Higgins klar distanziert und nicht " derwartet "!
Er, wie auch all die anderen Genannten haben ihre Platzierungen " derfahren " !
Und wenn Lugauer nicht weiß,was, bzw. wer ein Jahrhunderttalent war, ist ihm ohnedies nicht zu helfen.
Ach ja, STARS gibt es in Hollywood oder in der Musikbranche. Ein Röhrl, McRae, Loeb, Grönholm oder Ogier haben sich nie als " STAR " gesehen.
Aber was echauffiere ich mich über Lugauers unsinnige Kommentare, hat doch die Wissenschaft längst bewiesen, dass 80% der Klugscheisser dreimal mehr reden und schreiben, als zuhören! |
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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1889
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Verfasst am: 18. Juli 2026, 23:42h Titel: Sinn erfassen - nichts verpassen |
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Ich will keinem Geplänkel nachrennen, wo zu erwarten ist, daß viel mehr Unruhe entsteht, als daß sich bei der Bearbeitung von wichtigen Sachdingen etwas vorwärts bewegt. Nur um eventuell als klüger dazustehen als ein Anderer, oder nicht als Verlierer. Wobei: Das Nützen von so einem distinguierten Vokabular wie - noch recht harmlos - "Tagträumer" oder - schon sehr viel härter - "Klugscheisser" läßt das ohnehin schon fast überflüssig werden.
Aber die Klärung von ein paar Fakten, die bzw. deren Darstellung vielleicht jetzt ein wenig verfälscht rüberkommen, bedeutet mir doch Einiges. Nicht, um mich zu verteidigen. Sondern im Sinne des bestmöglichen Verständnisses.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | Ok, ich hatte mir vorgenommen Lugauers langatmige Machwerke nicht mehr zu lesen oder zu kommentieren. Doch da ruft mich ein lieber Freund und tatsächlicher Fachmann an und meint: " schau dir doch bitte diesen Schwachsinn an, den Lugauer im Forum von motorline.cc wieder verzapft hat."
Und weil heute kein Badewetter und ausserdem mein Putzteufelechen zu Gast ist, sitze ich also vor dem Computer und denke: der Lugauer lernt es einfach nicht mehr! |
Es gibt ein paar Dinge, die werde ich tatsächlich nie lernen. Ziemlich sicher sogar. Denken lassen, zum Beispiel. Oder unangenehme, aber wichtige Tatsachen zurückzuhalten, weil sich Irgendjemand vielleicht damit auf die Zehen getreten fühlt. Ich muß nicht überall dabei sein. Dafür ist mir die Zeit von meinem Leben viel zu schade.
Doch nun genug der Grundsatzdebatte. Wenden wir uns den Tatsachen zu.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | Der Schwachsinn fängt schon im ersten Satz an!
Natürlich haben wir Talente, aber beileibe nicht mehr in der Güte, wie wir sie einst hatten! Die Qualität der aktuellen heimischen Spitzernfahrer kann mit jener der Jahrzehnte bis etwa 2010 aus verschiedenen Gründen nicht mithalten Vorrangig, weil man den Vergleich mit der Weltklasse scheut - oder nicht bereit ist, dementsprechendes Budget einzusetzen. Die gelieferten Ergebnisse sind Fakt !
Ich finde es sehr gut, dass nun Neulinger, oder Lichtenegger den Vergleich in der EM suchen - zur WM ist es ein weiterer, großer Schritt. Doch beide mussten feststellen, dass der Erfolg in Österreich, schon bei der EM keine Aussagekraft hat.Eine Sekunde am Kilometer gegen einen Markenkollegen ist doch recht üppig, sollte aber auch Ansporn sein!
Sinnerfassend zu lesen könnte Lugauer weiterhelfen. |
Dann schauen wir uns das doch einmal ein wenig genauer an, das mit dem Sinn erfassen.
Die gelieferten Ergebnisse sind Fakt, das ist richtig. Aber Fakt ist auch: Es hat sich an den Umfeldbedingungen seit der Zeit vor vierzig Jahren und mehr Einiges geändert.
Ein typisches Beispiel: Die Argentinien-Rallye von 1985, wo Wilfried Wiedner und Franz Zehetner mit ihrem standardmäßigen alten, privat eingesetzten Quattro so stark geglänzt haben und Zweite gesamt geworden sind. Hat mir damals super getaugt, gefällt mir auch heute noch wunderbar gut und ist fraglos eine stolze Leistung. Jedoch: Wie viele Werkteams waren dabei, und wie viele waren am Ende übrig geblieben? Audi hatte mit Stig Blomqvist und Björn Cederberg lediglich eine Formation, und die ist ausgefallen. Peugeot? Da sind Ari Vatanen und Terry Harryman ausgefallen, durch den bekannten Horror-Crash, der vor Allem den Ari lange Zeit außer Gefecht gesetzt hat. Blieben noch Timo Salonen und Seppo Harjanne, die angehenden Weltmeister. Klar, daß die nicht zu schlagen waren. Und noch Carlos Reutemann, der große Nationalheld, eine Top-Größe im Motorsport, aber eher auf der Rundstrecke, nicht bei Rallyes heimisch. Trotzdem: Auch der will einmal besiegt werden. Zumal mit einem T16-205er.
Und sonst? Shekar Mehta, bei afrikanischen Rallyes fraglos ein Sieganwärter, aber sonst den europäischen Spitzenfahrern notorisch unterlegen. Das Auto? Ein Nissan-Dickschiff mit Heckantrieb. Keine so schwere Beute, eigentlich. Daß es gegen das ganze andere Graffel wie Renault 18, Renault 12, Chevrolet Chevette, Peugeot 504 oder - noch so eine Krönung - Volkswagen Passat mit einem Quattro mehr oder weniger ein Kinderspiel war, und gemeinsam mit der Klasse und Erfahrung eines Wilfried Wiedner: Ich glaube, da braucht es nicht viel Fantasie. Die hätte er wahrscheinlich auch im Rückwärtsgang besiegt.
Zum Vergleich: Maximilian Lichtenegger hatte bei der Rally Roma di Captale noch auf der sechsten Prüfung 14 Klassengegner, wenn man die SR-Teilnehmer wegläßt. War da auf Platz 8, mit sehr guten Chancen, zwei Plätze nach vorne zu kommen. Bei seinem ersten Start dort. Wohl gemerkt. Die vor ihm Liegenden: Überwiegend "ältere Hasen", wenn man es mit ihm vergleicht. Ein weiteres bemerkenswertes Phänomen - sein härtester Gegner: Ein gewisser Ville Vatanen, natürlich Finne. Die ersten Rallye-Einsätze ist er, jetzt noch keine Zwanzig, vor FÜNF Jahren gefahren, im Alter von...lassen wir das.
Ich denke, daß das schon etwas andere Welten sind, und daß man da nicht nur nach den Papier-Ergebnissen gehen kann. Wenn es darum geht, die Fahrer unterschiedlicher Generationen in ihrer sportlichen Güte zu bewerten.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | Werner Grissmann ( ihn schreibt man mit Doppel S ) mit Wittmann, Baumschlager, Wiedner, Fischer, Haider oder den Stohl?s zu vergleichen ist geradezu lächerlich.
Skifahrer ( auch wenn sie Halbzeitkaiser sind ) haben oft Talent für den Motorsport, auch Grissmann. OK, er war einmal bei der San Remo um eine halbe Minute schneller als Wittmann, das war ein Duell Audi Quattro S2 gegen VW Golf !
Grissmann war auch einmal 5. in Portugal, hinter ihm nur noch zweiradgetrieben Fahrzeuge. Röhrl hätte damals als Drittplatzierter eine ausgiebige Mittagspause samt kurzem Schläfchen machen können. |
Lächerlich...soso.
Sicher kann er nicht die gleiche beständig langjährige Erfolgsbilanz vorweisen wie ein Wittmann oder die Stohls. Dafür ist er aber auch nur eine viel kürzere Zeit gefahren. Als dreimal unter den zehn Gesamt-Ersten bei einer WM-Rallye Platzierter gehört er für mich auf jeden Fall zu den einschlägigen Sport-Vertretern, die Außergewöhnliches geleistet haben. Zudem war der Quereinsteiger dafür bekannt, daß er in die Vorbereitungsarbeiten nicht besonders viel Mühe reingesteckt hat. Als Quelle für seine Streckenschriebe diente die Formation Röhrl/Geistdörfer. Wenn Einer, der das Rallyefahren nur als reine "Hetz" macht, dann solche Plätze herausfährt, ist das für mich doppelt bewundernswert.
Nur so...
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | " Derwarten " auf diesen Ausdruck hatte Rudi Stohl das Patent, als er noch mit seiner Lada reiste.
Aber hat ein Wiedner in Argentinien den 2. Platz " derwartet " ? Ein Baumschlager Rang 5 auf Korsika oder bei der Safari? Ein Stohl sen. in Griechenland, Argentinien, Kenia, Elfebnbeinküste oder Neuseeland?
Stohl jun, hat vor genau 20 Jahren seine 4 Podestplätze " derwartet "? Er hat zum Saisonausklang in Wales ausser dem Sieger Grönholm die gesamte Weltelite, die Profis Sordo und Pons von Citroen, Hirvonen, Latvala und Wilson von Ford, Petter Sólberg und Atkinson von Subaru, Duval und Higgins klar distanziert und nicht " derwartet "!
Er, wie auch all die anderen Genannten haben ihre Platzierungen " derfahren " ! |
Da haben Sie recht, das bestreite ich nicht.
Vor Allem in den hier genannten Fällen, und besonders bei Raimund bei der Tour de Corse oder bei Manfred im Jahr 2006, war maßgeblich der fahrerische Speed für die erreichten Ergebnisse entscheidend.
Die Kernbotschaft von mir sollte sein, daß es bei früheren Rallyes, vor Allem bis um die Mitte der Achtziger herum und besonders den extrem harten wie Akropolis, Argentinien oder Portugal (Safari und Elfenbeinküste waren überhaupt ein eigener Fall), viel eher möglich war, etwas Tempo herauszunehmen und dabei auf der besseren Seite zu sein, als bei den heutigen ERC-Rallyes und den meisten WM-Rallyes. Das heißt natürlich nicht, daß unsere Asse vor dreißig, vierzig oder fünfzig Jahren spazieren gefahren sind. Und ich ihre Anstrengungen, ihren Mut und ihr Geschick nicht bewundern würde.
Das habe ich wohl zu wenig erkennbar gemacht, das muß ich wohl auf meine Kappe nehmen. Und tue ich dann auch bereitwillig.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Und wenn Lugauer nicht weiß,was, bzw. wer ein Jahrhunderttalent war, ist ihm ohnedies nicht zu helfen. |
Ich vermute, wir denken eh beide das selbe. Aber nur so der Form halber gefragt: Gibt es da eine eindeutige begriffliche Zuordnung oder Festlegung? Gibt es eine Grenze, so eine gewissermaßen Lehrbuch-mäßige, ab der man anfängt, als Jahrhunderttalent durchzugehen? Wie sieht die dann aus?
Ich denke, selbst unter anerkannten Fachleuten werden da in verschiedenen Belangen die Meinungen auseinandergehen. Wahrscheinlich kann uns beiden da Keiner helfen. Und sonst auch Niemandem.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Ach ja, STARS gibt es in Hollywood oder in der Musikbranche. Ein Röhrl, McRae, Loeb, Grönholm oder Ogier haben sich nie als " STAR " gesehen. |
Ein Röhrl sicher nicht, das weiß ich.
Ich weiß zwar nicht, warum das jetzt so wichtig sein soll. Aber als außenstehender Bewunderer, Anhänger, Begeisterter wird diesen Begriff sicher der Eine oder Andere von Zeit zu Zeit verwenden. Schon wegen der vorgeführten Action, die in ihrer stimmungsmäßigen Power idealerweise einer Aufführung gleicht, wie man sie von Unterhaltungsfilmen, Opern oder Konzerten kennt. Deswegen ist der Rallyesport ja auch so beliebt. Da ist es, denke ich, nicht so fehl am Platz, die dazugehörigen Darsteller als "Stars" zu bezeichnen.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Aber was echauffiere ich mich über Lugauers unsinnige Kommentare, hat doch die Wissenschaft längst bewiesen, dass 80% der Klugscheisser dreimal mehr reden und schreiben, als zuhören! |
Wenn Sie mich wirklich gut kennen würden, würden Sie wissen, daß kaum ein Mensch so viel und aufmerksam zuhört wie ich.
Ich setze mich ja auch hier, mit dem von Ihnen Geschriebenen, auseinander. Und versuche, darauf Antworten in angemessener Wertschätzung und mit geeigneter inhaltlicher Übereinstimmung zu geben. Und das Ganze dazu auch ehrlich und in der Sache unmißverständlich.
Auch wenn ich mit der Bezeichnung "Klugscheisser" nicht sehr glücklich bin. Aber wie sagt man auch so schön? Was Einen nicht umbringt, macht Einen noch stärker. _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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