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Peter Klein
Anmeldedatum: 14.01.2020 Beiträge: 435
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Verfasst am: 12. Juni 2026, 17:16h Titel: I glab I dram |
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Was ist den da los rund um Judenburg ? Da vernascht der Teilzeitfahrer Hermann Neubauer den Top-Favoriten und Gelegenheitspilot Luca Waldherr ist nach drei SP
mal auf dem Podest? Ich ziehe vor beiden den Hut und bin schon sehr neugierig auf die Startreihenfolge am kommenden Morgen! |
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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1883
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Verfasst am: 14. Juni 2026, 20:26h Titel: Hold on tight to your dreams |
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| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | Was ist den da los rund um Judenburg ? Da vernascht der Teilzeitfahrer Hermann Neubauer den Top-Favoriten und Gelegenheitspilot Luca Waldherr ist nach drei SP
mal auf dem Podest? Ich ziehe vor beiden den Hut und bin schon sehr neugierig auf die Startreihenfolge am kommenden Morgen! |
Da machen sich halt (unter Anderem...) die Geschicke bemerkbar, die aus der Zeit als VOLLZEITfahrer nachwirken. Die war ja doch in Summe recht ordentlich lang. Länger als bei Lengauer...bislang.
Natürlich steckt in Luca Waldherr auch Einiges, was bislang wahrscheinlich noch gar nicht Alles zum Vorschein gekommen ist. Häufigere Starts würden sicher helfen, um den noch gegebenen Abstand zur Spitze zu reduzieren. Oder ganz aufzuarbeiten. Aber das Duell mit dem unverändert dynamischen Raimund Baumschlager hat schon sehr interessante Perspektiven aufgezeigt, irgendwie.
Mich hat aber auch beeindruckt, wie gut es Martin Zellhofer immer noch schafft, ein großartiges Tempo vorzulegen. Anscheinend gelingt es auch reiferen Jahrgängen unter den Spitzen-Teilnehmern immer wieder recht leicht, schnell wieder zu ansprechenden Leistungen zurückzufinden. Kris Rosenberger ist für mich ebenso erwähnenswert. Es scheint, als wäre er mit dem Lancia mit zunehmender Fortdauer der Rallye immer besser klargekommen. Da wünscht man sich als Fan eine Fortsetzung.
Trotz all dieser und natürlich auch anderer erstaunlicher Erfolgsträger, die wir Alle recht gut kennen und schätzen, bleibt eine chronische Schwäche unseres österreichischen Rallyesports unverändert recht deutlich erkennbar. Und das ist die allgemein eher geringe Spannung. Hauptsächlich hervorgerufen dadurch, daß die Besetzung in Klasse und auch Masse in Summe betrachtet bei Weitem zu gering ist. Immer noch. Und daß dadurch die Entscheidungen um Ergebnisse und Platzierungen schon recht früh relativ sicher fallen, anstatt daß sie bis zum Schluß offen sind. Was nicht heißt, daß es hierzulande nicht ein großes Angebot an guten, ja sogar sehr guten Fahrern gäbe. Mir würden genug Namen von Sportlern einfallen, die schon reichlich Klasse bewiesen haben, aber trotzdem nicht mehr oder nur mehr selten starten. Aber das erspare ich mir, die zu nennen. Es gibt eh nur Ärger.
Aber das bringt halt Alles mit sich, daß es fast durchgehend zu wenig direkte Konkurrenz gibt, sodaß das Sport-Geschehen ziemlich starr erscheint. Man sieht es ja immer wieder: An der absoluten Spitze meist nur zwei Sieganwärter, oft auch in der Praxis nur einer, bei den Rally4 fährt Marcel Neulinger sowieso dauernd Kreise um seine Gegner, was natürlich auch an seiner außergewöhnlichen Klasse liegt. Die ich in keinster Weise hinterfragen will. Aber wenn die "richtigen" Mitbewerber zusätzlich dabei sind (siehe Rallye Weiz voriges Jahr), dann kann es auch hier richtig spannend sein. Das will ich damit sagen. Und es ist ja irgendwie auch für die Entwicklung eines Fahrers gut, wenn er durch starke Gegner dauerhaft gefordert wird. Auch wenn er von Grund auf schon überdurchschnittlich erfolgsträchtig ist. Das so zustande kommende Plus an Wettbewerbsstärke macht vielleicht später einmal den Unterschied, ob er z.B. bei einem ERC-Lauf sechs Plätze weiter vorne oder hinten landet.
Na ja..und über die typischen Low-Budget-Klassen, wo vorwiegend die ersten Schritte im Rallyesport gesetzt werden sollten, etwa nach dem Zuschnitt Ford Fiesta ST nach überwiegendem Serienstandard, detto das Gleiche mit Suzuki Swift und Ähnlichem, und wo generell der Schwerpunkt auf Leistbarkeit liegen sollte, wird überhaupt so gut wie gar nicht mehr gesprochen. Was es dem interessierten Rallye-Nachwuchs sicher nicht leichter macht. Wenn es da so weitergeht, werden wir Senkrechtstarter wie Lichtenegger oder Neulinger in Zukunft auch wieder seltener erleben. Anstatt öfter, wie es zu wünschen wäre. Was für die Gesamt-Qualität unseres Sports nicht gerade hilfreich ist.
Ich denke, der einzige wirklich nachhaltige und wirkungsvolle, gleichzeitig auch realistischste Weg, wie der österreichische Rallyesport aus seinem Nicht-Fisch-Nicht-Fleisch-Dasein herauskommen kann, und damit endlich die begehrten Vorteile bieten kann, die von vielen Seiten schon lange herbeigesehnt werden, ist es, den ersten entscheidenden Schritt damit zu setzen, mehr Einsteiger zu bekommen. Und wenn es mit den schwächsten und lahmsten Fahrzeugen ist, die es überhaupt gibt. Wichtig ist die zahlreiche und möglichst faire Konkurrenz. Und wichtig ist, daß überhaupt mehr Leute dabei sind und das derzahlen können. Diejenigen, die ganz Unten schon die erfolgreichsten sind und sich dabei gegen zahlreiche Gegner durchsetzen müssen, werden auch in höheren Fahrzeugstufen und Wettbewerbs-Ebenen starke Akzente setzen. Auch platzierungsmäßig, nicht nur actionmäßig. So weit müßten wir einmal sein, dann würden die weiteren Erfolgsgewinne auch recht bald kommen. Daß dann bei den Rally4 statt Einem, der mit drei oder fünf Minuten Vorsprung gewinnt, am Schluß noch vier Bewerber innerhalb von einer Minute liegen, zum Beispiel. Oder ein Auslandsstart mit einem Wagen der unteren Fahrzeugklasse mit gutem Erfolg endet. Sei es mit einem Historischen (aktuelles Beispiel: Schindelegger...! ), vielleicht auch - wenn es sich mit den Bestimmungen des Ziel-Landes gut ergibt, einem M1 Rallye Master-Gerät - egal was. Mit der Zeit wird es dann auch öfter als jetzt dazu kommen, daß Einer einen Rally2 einsetzen kann und darf - und damit schnell gut klarkommt, weil er die Klasse und auch die verdiente Gelegenheit dazu hat. Und das zuerst zu Hause, bei gutem Verlauf vielleicht auch in der ERC, in der WRC2 oder einem gut dotierten nationalen Championat. Diejenigen, deren Karriere weniger erfolgreich verläuft, die aber auch ein gutes Können vorweisen können, werden sich längerfristig auf die ARC verlegen, oder sonst wo Fuß fassen, wo es ihnen gut gefällt, und die werden dort auch das Geschehen bereichern. Alles Bewegungen, die das Gesamtbild des Sports vollständiger, bunter, lebendiger machen.
Aber für das Alles ist es wichtig, einen geeigneten Grundstock zu schaffen. Und der heißt für mich: Billiger Einstieg, harter und aussagekräftiger Wettkampf vom Beginn an. Dann ist ein profunder Vorrat da, aus dem man schöpfen kann, und dessen Ausläufer auch die Ebenen darüber beleben und stärken werden. Ein kräftiger Stamm und schöne, gut ausgebildete Blüten sind wichtig. Die bilden letztendlich das repräsentative Hauptkapital, auf deren Grundlage sich Partnerschaften für die Realisierung und Erhaltung von Großprojekten schließen lassen, an denen natürlich besonders viel an Vorteilen hängt. Aber das führt Alles nur über gesunde Wurzeln. Das ist Alles miteinander verbunden. Das ist einfach so.
Deswegen mein Ansinnen. Ich hoffe, daß es nicht nur meines ist. _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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Peter Klein
Anmeldedatum: 14.01.2020 Beiträge: 435
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Verfasst am: 14. Juni 2026, 23:34h Titel: Re: Hold on tight to your dreams |
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[quote="Andi Lugauer"]
Da machen sich halt (unter Anderem...) die Geschicke bemerkbar, die aus der Zeit als VOLLZEITfahrer nachwirken. :D Die war ja doch in Summe recht ordentlich lang. Länger als bei Lengauer...bislang.
Deswegen mein Ansinnen. Ich hoffe, daß es nicht nur meines ist.[/quote]
Ich habe mich wirklich bemüht, aber ich schaffe AL`s Elaborate einfach nicht, sorry. Kann mir jemand in kurzen Worten sagen, was er meint ? |
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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1883
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Verfasst am: 15. Juni 2026, 20:26h Titel: Right...tight...fight (Got or not...clear or "wirr" |
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| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Ich habe mich wirklich bemüht, aber ich schaffe AL`s Elaborate einfach nicht, sorry. Kann mir jemand in kurzen Worten sagen, was er meint ? |
Wenn Sie es SO formulieren...
...dann formuliere ich es SO:
Spätestens dann, wenn die Teilnehmerzahlen bei ÖRM-Rallyes bei dreißig angemeldeten Wettbewerbern ihren Höchstlevel erreichen, mehr Streckensicherer als Zuschauer auf den Prüfungen zu finden sein werden und selbst begnadetste Sportler für jede Kanne Sprit, jede einzelne Halbwellen-Manschette und jedes Lichtbirndl auf Knien betteln werden müssen, damit sie von Außen Jemand finanziert, werden Sie wissen, was ich meine.
Ist es jetzt etwas klarer?
Wobei ich nicht nur der Form halber sagen will: Ich hoffe sehr, daß uns diese Hardcore-Version von einer Lektion erspart bleibt. Und auch so, ohne einen Abstieg ins Bodenlose, genügend Menschen draufkommen, auf was es für und bei einem gesund ausgebildeten Rallye-Wettbewerb ankommt. Dann können wir sicher einer sehr schönen, guten Zukunft in diesem Bereich entgegenblicken. _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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Peter Klein
Anmeldedatum: 14.01.2020 Beiträge: 435
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Verfasst am: 15. Juni 2026, 23:44h Titel: Re: Right...tight...fight (Got or not...clear or "wirr& |
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[quote="Andi Lugauer
Spätestens dann, wenn die Teilnehmerzahlen bei ÖRM-Rallyes bei dreißig angemeldeten Wettbewerbern ihren Höchstlevel erreichen, mehr Streckensicherer als Zuschauer auf den Prüfungen zu finden sein werden und selbst begnadetste Sportler für jede Kanne Sprit, jede einzelne Halbwellen-Manschette und jedes Lichtbirndl auf Knien betteln werden müssen, damit sie von Außen Jemand finanziert, werden Sie wissen, was ich meine.
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<OK Ich nehme an, Sie waren bei einer intensiven Weinverkostung ?! |
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GP Racing
Anmeldedatum: 13.09.2010 Beiträge: 793
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Verfasst am: 16. Juni 2026, 7:04h Titel: |
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Zusammengefasst meint Andreas Lugauer:
Es sollten sich viele junge oder jung gebliebene Fahrer, fahrzeug- und budgettechnisch wieder von unten nach oben bewegen, speziell wenn selbige den Rallyesport als längerfristiges Hobby betrachten wollen...
Jeder Teilnehmer und speziell die junge Generation verdient sich den größten Respekt, wenn sie ihre Pakete für Rally4 und der gleichen als "Einstiegsdroge" in den Rallyesport schnüren können.
Leider bemerkt man aber in wesentlich kürzerer Zeit wie früher, schneller wieder bei Vielen mehr das "Gehen" als das "Kommen"....
LG Georg Gschwandner |
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Peter Klein
Anmeldedatum: 14.01.2020 Beiträge: 435
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Verfasst am: 16. Juni 2026, 20:56h Titel: |
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[quote="GP Racing"]
Leider bemerkt man aber in wesentlich kürzerer Zeit wie früher, schneller wieder bei Vielen mehr das "Gehen" als das "Kommen"....
LG Georg Gschwandner[/quote]
Also das übliche Gewäsch von Herrn Lugauer! Ich weiß ja, warum ich mir sein Gelaber nicht mehr verordne. Selbstverständlichkeit wird bei ihm zur Weisheit, die er aus Motorsportzeitschriften hat. Und das " Gehen und Kommen " stelle ich mir umgekehrt viel schöner vor ..... |
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Andi Lugauer
Anmeldedatum: 09.09.2010 Beiträge: 1883
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Verfasst am: 17. Juni 2026, 0:01h Titel: Reinen Wein einschenken |
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| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | <OK Ich nehme an, Sie waren bei einer intensiven Weinverkostung ?! |
Wenn das der Fall wäre, würde ich über mein eigenes Geschriebenes so urteilen, wie Sie es tun, nach Ihrer offiziellen Aussage.
Ich weiß aber gar nicht, ob das auch wirklich so der Fall ist.
Wir sind beide schon so lang beim Geschehen, daß wir die gesamte Bandbreite an Trends kennen, von der obersten bis zur untersten Stufe der Skala. Da sollte man schon verstehen und erkennen können, was im Wesentlichen Sache ist. Wenn es um solche Dinge geht.
| GP Racing hat Folgendes geschrieben: | Zusammengefasst meint Andreas Lugauer:
Es sollten sich viele junge oder jung gebliebene Fahrer, fahrzeug- und budgettechnisch wieder von unten nach oben bewegen, speziell wenn selbige den Rallyesport als längerfristiges Hobby betrachten wollen...
Jeder Teilnehmer und speziell die junge Generation verdient sich den größten Respekt, wenn sie ihre Pakete für Rally4 und der gleichen als "Einstiegsdroge" in den Rallyesport schnüren können.
Leider bemerkt man aber in wesentlich kürzerer Zeit wie früher, schneller wieder bei Vielen mehr das "Gehen" als das "Kommen"....
LG Georg Gschwandner |
Das ist wahrlich auch ein sehr wichtiger Teil, der dieses Sachgebiet betrifft. Danke vielmals.
Ich halte es für einen sehr entscheidenden Punkt für den guten Verlauf einer sportlichen Karriere, zumindest die erste Stufe davon im Low-Budget-Bereich zu verbringen. Der sollte dann auch, so gut wie es machbar ist, dahingehend ausgestaltet sein, daß er bei sehr geringen Kosten gute Möglichkeiten bietet. Hinsichtlich direkten Vergleichs, hinsichtlich des erfolgreichen Einlebens in den Sport, und am Besten sollte er auch ein wenig verstärkt Gelegenheit dazu geben, sich bei guten Leistungen und Ergebnissen dazu passend zu vermarkten. Die Außenwelt auf das vorhandene Talent aufmerksam werden zu lassen, so sehr, daß es nach Möglichkeit für das Sponsoring für die nächste Stufe reicht.
Da sollte es gelingen, ein Umfeld mit ansprechenden Anreizen anzubieten. Es würde dem Sport insgesamt sehr viel bringen, aus meiner Sicht. Wenn dort, auf so einer Basis-Stufe, Einer die Nummer Eins ist, vor Allem bei einer großen Zahl an Mitbewerbern, und diese Erfolgswelle auch bei ÖRM-Läufen umsetzen kann, dann ist er sicher recht gut geeignet dazu, auch ein Rally4-Auto mit hervorragenden Ergebnissen einzusetzen. Wahrscheinlich auch dann, wenn er im Ursprungs-Bewerb Zweiter oder Dritter ist. Weil gerade wenn Einer in einer zahlenmäßig stark umkämpften Konkurrenz solche Ergebnisse schafft, ist er oft nicht weit weg vom Ersten. Unter Umständen hat er dieses Ergebnis auch bloß durch irgendwelches Pech verpaßt.
Wenn natürlich fortlaufend gute Platzierungen ausbleiben, vor Allem, wenn es hauptsächlich den Zeiten geschuldet ist, dann ist es besser, man begnügt sich dauerhaft damit, den Rallyesport auf Sparflamme laufen zu lassen. Oder halt mit Investitionen, die den fahrerischen Möglichkeiten angemessen sind. Das kann man sich halt auch nicht immer aussuchen. Oft ist man eh gezwungen, aufzuhören. Wenn man nach gewissen Negativ-Erfahrungen überhaupt noch Lust hat.
Man muß sicher auch sagen, daß es schon einige Fahrer bei den Rally4-Wagen oder der Vorgänger-Generation gegeben hat, die es sehr wohl von den Platzierungen her verdient haben, fahrzeugmäßig so etwas zu nützen. Die wahrscheinlich sogar in der höchsten Division sehr viel schaffen hätten können. Aber trotzdem aufhören mußten. Das ist ein leider sehr häufiges Schicksal österreichischer Rallye-Teilnehmer. Wir haben solche Fälle ja schon sehr oft gehabt. Es tut dir ja schon als Fan weh um jeden schnellen Fahrer, vor Allem, wenn der durch besondere Leistungen aufgefallen ist.
Außerdem ist es ja auch so, daß ja oft die Devise ausgesprochen wird, wenn du nicht ganz früh schon ganz weit vorne bist bei den Ergebnissen, dann kannst du dir die ganz große Karriere in den Wind schreiben. WM sowieso. Das wurde in der letzten Zeit ja besonders oft betont. Da will man sich dann manchmal, wenn man ein bißchen die Chance auf einen Rally4 oder so was hat, gar nicht erst weiter Unten aufhalten. Wo man eh schon überhaupt erst mit 18 Jahren Rallyes fahren darf. Das ist auch eine Sache, auf die ich eigens, wahrscheinlich in den nächsten Tagen, zu sprechen kommen werde.
Ich möchte an dieser Stelle einen Allgemein-Aspekt zum Ausdruck bringen, der mir sehr am Herzen liegt. Ich bin der Auffassung, daß Rallyesport möglichst leistungsorientiert sein sollte. Das sollte das wichtigste Grundgerüst, der wichtigste tragende Grund-Inhalt in diesem Metier sein. Schon allein wegen der verstärkt guten Klasse, die dann auch für Zusehende sichtbar ist, und auch dem ganzen sich daraus ableitenden attraktiven Image, das so stärker entsteht und auch wichtige gute Folge-Wirkungen begründet.
Es ist halt einfach so (um das auch ein wenig näher zu konkretisieren): Als Zusehender will man einfach möglichst viele starke Fahrer bei ihrem Einsatz sehen, die es außergewöhnlich gut beherrschen, ein Auto an der Grenze des Könnens zu bewegen. Und vielleicht auch gleich mit einem schärferen Gerät. Es war immer so, daß gerade dann viele Menschen zu den Rallyes gekommen sind, wenn viele Fahrer, die sich vorwiegend aufgrund dessen einen Star-Status erworben haben, mit zumeist siegfähigen Wagen im Bewerb waren. Dann haben auch mehr Menschen im Fernsehen zugesehen, und es wurde auch sonst in den Medien mehr berichtet. Wenn Rallyes nur in kleineren Teilen der Bevölkerung gefragt sind und wichtig genommen werden, bringt es den Produzenten von Printwerken halt auch nicht so viel, darüber zu schreiben und dafür Platz aufzuwenden. Das sind halt Alles Faktoren, die darüber bestimmen, wie weit Unterstützung in Form von Sponsoring und anderen Transaktionen stattfinden, die für die Leistungsträger des Sports lohnend sind und ihnen die Arbeit erleichtern.
Deswegen soll der Wettbewerb gute Leistungen möglichst im direkten Verhältnis zur erbrachten Qualität belohnen, und deswegen sollen Interessierte - speziell die mit guten persönlichen Grundanlagen - gute, profunde Voraussetzungen vorfinden, sich zu beweisen. Es gibt genug Talentierte, die da gut hineinpassen würden, und so ein Umfeld wohl auch dankbar entgegennehmen würden, immer wieder.
Es ist halt wieder die Frage: WIE erreichen wir das am Besten. Was können - oder sollen - wir an den bestehenden Verhältnissen ändern. Wo und wie ist es kurzfristiger möglich, um schnelle, wenn auch kleinere Erfolgsschritte zu bewältigen, wo ist es schwieriger und riskanter, welche eventuelle Zwischenschritte könnten den Weg dorthin erleichtern, und so weiter.
Es ist ja schon im Sinne der Fairneß und des - ich nenne es ganz trivial - schönen Gefühles, durch Anstrengung etwas erreichen zu können, wofür sich der Einsatz und die Opfer lohnen, wichtig, da möglichst gute Voraussetzungen vorzufinden. Wenn da in der Praxis etwas da ist, was diese Merkmale glaubwürdig erkennen läßt, dann werden auch mehr Menschen Lust bekommen und motiviert sein, sich hier zu beteiligen. Und dafür auch Unbequemlichkeiten auf sich nehmen. Entscheidend ist der Grad an Möglichkeiten, sich mit guten Ergebnissen zu verwirklichen, und wie der zum Vorschein kommt. Und wenn dann von fünfzehn guten Neueinsteigern es nur Einer jemals bis in die Division I schafft, oder gar keiner, na ja dann...
Allerdings möchte ich auch einen momentanen recht auffälligen Positiv-Trend in unserem Sport nicht außer acht lassen: Mit der ORM2-Wertungskategorie scheint sich eine Bewerbs-Stufe herangebildet zu haben, wo wirklich viel direkter, von den Fahrern und Fahrzeugen her hochklassiger Wettbewerb herrscht. Wo ein paar der schnellsten bzw. erfolgreichsten Wagen in der Praxis oft knapp zusammenliegen, was auf gute Ausgeglichenheit hindeutet. Und auch auf die Qualität der besten Fahrer. Momentan liegen da in der Meisterschaftswertung Günther Knobloch und Christoph Zellhofer, die sich auch oft auf der Strecke beherzt duellieren, punktemäßig stark beisammen. Mit etwas Glück bzw häufigeren Starts wären vielleicht auch Roland Stengg, Martin Rossgatterer und Maximilian Lichtenegger stark näher dran. Man sieht aber schon: Es tut sich da sehr viel, vor Allem sportlich, und es könnte auch in Zukunft für Einige interessant sein, denen ein Rally2 zu teuer ist. Bei jungen Aufstrebern ebenso wie bei einigen schon etwas Routinierteren, die es wieder einmal "packt". Jetzt ist es ja auch schon recht gut gemischt. Wer hier an der Spitze ist, kann sicher sagen, daß er für große Herausforderungen persönlich sehr gut gerüstet ist. Und eine ausgesprochen spannende Sache ist es obendrein. Wie gesagt.
Bei ein paar Sachen sind wir doch schon sehr gut auf dem richtigen Pfad. Andere sollten halt noch folgen.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Also das übliche Gewäsch von Herrn Lugauer! Ich weiß ja, warum ich mir sein Gelaber nicht mehr verordne. |
ACH! Aber äußern tun Sie sich dann doch darüber. Wenn auch, sagen wir einmal, nicht ganz der Situation entsprechend.
| Peter Klein hat Folgendes geschrieben: | | Selbstverständlichkeit wird bei ihm zur Weisheit, die er aus Motorsportzeitschriften hat. |
Glauben Sie es mir: Meine Art, zu Informationen und in der Folge zu persönlichen (eigenen) Einschätzungen zu kommen, geht weit über das hinaus. Und Fakten sind halt einmal Fakten. Ob es Einem gefällt oder nicht.
Wenn etwas bei mir Selbstverständlichkeit ist, dann ist es Logik. Und dazu die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand drüberzublicken. Ich mache es mir da wirklich nicht einfach. Klar kann man bestimmte Dinge immer aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, und ist eine Wahrnehmung nie ganz vollständig. Aber es steht Jedem frei, einen konkreten, handfesten Hinweis zu geben, wenn man der Auffassung ist, daß der Andere etwas (für die Betrachtung der Sache) Wichtiges übersehen hat.
Auch Ihnen, falls Sie einen Anlaß dazu sehen.  _________________ "Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."
Henry David Thoreau |
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