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Interview mit Sepp Pointinger

 
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FAK



Anmeldedatum: 08.10.2010
Beiträge: 304

BeitragVerfasst am: 25. Februar 2026, 15:18h    Titel: Interview mit Sepp Pointinger Antworten mit Zitat

Guten Tag!
Sepp Pointinger bringt es wieder einmal auf den Punkt! Zudem verlangt es mir größten Respekt ab, weil er die Konsequenzen gezogen hat und vorhandene Alternativen nutzt! Man stelle sich vor, das würden mehr Aktive bei uns in Erwägung ziehen..(?)
Chapeau Sepp und ja, Du hast vollkommen recht....
MfG Karl Faist
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Josef Pointinger



Anmeldedatum: 09.04.2020
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 2. März 2026, 20:25h    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Karl , es wäre ein interessantes Thema.

Ich würde mich gerne mal mit kompetenten Fachleuten darüber unterhalten , wenn aber am Beginn des Gesprächs Argumente wie , es geht ja um die Sicherheit , oder , die FIA schreibt das vor , kommt , ist es für mich mit der Kompetenz vorbei.

Ich habe ein Problem damit wenn jemand Vorschriften macht und an diesen regelmäßig mitverdient.
Es ist absolut legitim das Sachen die wir im Motorsport verwenden nach bestimmten Vorgaben geprüft werden und dann eine Freigabe bekommen. In weiterer Folge müßte es aber in der Verantwortung des Nutzers liegen diese Sachen zu kontrollieren und bei Bedarf zu tauschen. Das fällt unter Eigenverantwortung.

Es gibt im Sport wie im normalen Berufsleben viele Tätigkeiten wo das Leben an einem Gurt hängt.
Fallschirmspringen,Bergsteigen,Industrie-Montagen,Dachdecker , Fensterputzer etc. , ect. , sie Alle sind für Ihre Ausrüstung verantwortlich , beim Automobilsport ist das anders.

Bitte um Aufklärung , warum ?

Was auch überhaupt nicht störend wirkt ist die Tatsache das Tonnen von nicht wiederverwertbarem Sondermüll im Sinne der Sicherheit im Abfall landen. Wie paßt das mit der FIA Environmental Policy zusammen ?

LG Sepp Pointinger
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FAK



Anmeldedatum: 08.10.2010
Beiträge: 304

BeitragVerfasst am: 3. März 2026, 22:03h    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend!
Leider ist es ja tatsächlich so, daß es primär eine "Geschäftemacherei" ist, weil ja die Hersteller und vorallem die Händler gut daran verdienen möchten.
Ich kann mich noch gut an einen Vorschlag von Dir Sepp erinnern (ist schon ein paar Jahre her...), wo Du den Einsatz von Barcodes angedacht hast, weil es ja einen Unterschied macht, ob jemand 20 Rallyes pro Jahr bestreitet, oder derer nur vielleicht 2,oder 3...zudem könnte man Dinge wie Gurte z.B. nach einem massiven Unfall entwerten, indem man die Markerl rausschneidet usw,usw...!
Aber wie Du richtig sagst, eine konstruktive Diskussion diesbezüglich wird es nie geben...eigentlich sehr schade!
MfG Karl Faist
PS: jetzt fällt mir erst ein, in welcher permanenten Lebensgefahr ich mich mit meinem 42 Jahre alten Oldtimer befinde...da verwende ich noch immer die Original Gurte....na bumm...
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Moderator
Site Admin


Anmeldedatum: 01.10.2007
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 4. März 2026, 10:02h    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sepp,
ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen - und es gibt sicher einige Leute, die sich eine bessere Beurteilung von Sitzen, Gurten etc. vorstellen können - und nicht einfach nur nach Jahren...

Aber zu der von dir erwähnten 'Eigenverantwortung':
Bislang ist es so geregelt, dass jeder Teilnehmer an einer Rallye versichert ist - falls er sich selbst und/oder andere verletzt oder tötet.
Angenommen man würde das ändern (was ethisch problematisch wäre) - also dass die gesamte Verantwortung beim Teilnehmer liegt. Der also nach Gutdünken entscheidet, ob sein Zeug noch sicher ist und dessen Versicherung dazu bereit ist, sämtliche Schäden/Verletzungen/Todesfälle zu begleichen - was glaubst, wie hoch dann die Versicherungssumme wäre? Ich vermute, dass sich dann niemand mehr einen Start leisten könnte...

Bin bei dir, dass man das gängige Prüfsystem stur nach Jahren verbessern könnte - aber 'Eigenverantwortung' in einem Sport, wo jemand neben dir sitzt - könnte das Ganze unleistbar machen. Denn im Ernstfall, zB lebenslange Versehrtheit des Co, muss irgendjemand zahlen. Und da nicht alle Teilnehmer Millionäre sind, wird man eine Versicherung brauchen. Und eine solche wird sich immer maximal abputzen wollen im Ernstfall. Da sind dann Gurte etc nach Eigenverantwortung bewertet extrem hinderlich...

Irgendein System muss es also geben, damit das alles ordentlich versichert ist....zB die von Karl erwähnte Möglichkeit. Aber auch die muss praktikabel/gerecht/nachvollziehbar sein - aber darüber nachzudenken, kann mal kein Schaden sein ....

Keep rallying, vielleicht sogar auch wieder im eigenen Land, wäre schön Smile
Noir
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Josef Pointinger



Anmeldedatum: 09.04.2020
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 4. März 2026, 20:21h    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Noir ,

zum Thema Versicherung ,
der Teilnehmer ist bei einer Rallye durch die Veranstalterhaftpflicht versichert ,
d.h. wenn auf einer SP was passiert ist die Veranstalterhaftpflicht zuständig.

Aber nicht für die Besatzung , die ist über ihre Lizenz versichert.

Im normalen Straßenverkehr , von SP zu SP ist die KFZ-Haftpflicht zuständig.

Wenn ich jetzt von Eigenverantwortung spreche ist das etwas was ohnehin gegeben ist.
Ich bin für mein Fahrzeug verantwortlich. Ob die Bremsen , die Lenkung , das Fahrwerk etc. in einwandfreiem Zustand sind das liegt in meiner Verantwortung .
Mir ist nicht bekannt das schon mal wegen eines Sitzes oder Gurtes schlimmes passiert ist.
Aber auch der danebensitzt trägt große Verantwortung , ist er doch zuständig für rasches und sicheres Vorankommen.

Wäre interessant mal eine Diskussionsrunde zu diesem Thema zu machen.
So von Angesicht zu Angesicht , nicht irgendein online-chat.

LG Sepp
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1868

BeitragVerfasst am: 4. März 2026, 20:26h    Titel: (Erste) Allgemeine Verunsicherung Antworten mit Zitat

Ich danke Euch, Burschen. Very Happy Allen zusammen.

Das sind die Inputs, die wir brauchen. Damit über ein paar Dinge einmal nachgedacht wird. Auch wenn man nicht gleich das große, gewünschte Wunder vollumfänglich hinbekommen wird, aber schaden kann es nicht. Es ist schon gut, wenn man beim Nachforschen über wichtige Fragen einmal wo beginnt. Schon jede Signalwirkung ist wichtig.

FAK hat Folgendes geschrieben:
Guten Tag!
Sepp Pointinger bringt es wieder einmal auf den Punkt! Zudem verlangt es mir größten Respekt ab, weil er die Konsequenzen gezogen hat und vorhandene Alternativen nutzt! Man stelle sich vor, das würden mehr Aktive bei uns in Erwägung ziehen..(?)


So ein bißchen die Methode "Wer nicht hören will, muß fühlen"? Hat mir immer schon gefallen. Cool

Das war schon vor Längerem mein Gedanke. Einige haben das ja auch tatsächlich vollzogen. Aber offenbar hat es die "Eiche" zu wenig gekratzt. Wink

Ich will Niemanden um seinen verdienten Lohn bringen oder gar in Schwierigkeiten bringen, der sich tatkräftig dafür einsetzt, daß es bei uns Rallyes gibt. Durch massive Abwanderung von Teilnehmern und damit verbundene wirtschaftliche und - sage ich einmal - "kulturelle" Verluste. Und im Allgemeinen haben sich ein paar Dinge eh schon sehr gebessert. Einiges an Rückständen existiert jedoch immer noch. Und speziell eben bei den Historischen sollten (oder könnten sogar?) ein paar entscheidende Zugewinne möglich sein, wenn bestimmte Belange mehr im Sinne der Teilnehmer geregelt sind.

Außerdem: Es hat jetzt nicht direkt damit zu tun, und mit dem, was Sepp in dem Interview gesagt hat. Aber es wurde doch schon seit längerer Zeit dafür gesorgt, daß man bei ausländischen Rallyes nicht mehr in der dortigen Meisterschaft punkten kann. Außer man besorgt sich für die betreffende Nation eine Lizenz. Und das ist entsprechend mit Aufwand und Umständen verbunden.

Was DA wohl den Anstoß gegeben hat...? (Oder WER? Wink )

Barrierefreie Marktwirtschaft, wo man hinschaut. Geholfen hat es dem österreichischen Rallyesport nicht. Nicht, daß es mir aufgefallen wäre.

Und weil wir schon bei aktuellen sportlichen Entwicklungen sind, national oder im näheren Umfeld: In Deutschland wird die Meisterschaft demnächst durch ein illustres Porsche-Trio an der Spitze aufgemischt werden. Wach ich oder träum ich?

Wenn das einmal kein Impuls ist, der sich gewaschen hat... Cool

FAK hat Folgendes geschrieben:
Leider ist es ja tatsächlich so, daß es primär eine "Geschäftemacherei" ist, weil ja die Hersteller und vorallem die Händler gut daran verdienen möchten.


Und wenn Viele den Sport hinschmeißen, weil es ihnen zu teuer kommt, geht das Geschäft besser?

Weniger Sportler -> weniger Kunden. Von dieser Seite kann man es ja auch sehen. Oder nicht?

FAK hat Folgendes geschrieben:
Aber wie Du richtig sagst, eine konstruktive Diskussion diesbezüglich wird es nie geben...eigentlich sehr schade!


Alles eine Frage der Wichtigkeit. Sobald den Ersten das Herumwurschteln zu blöd ist, wird da schon Bewegung hineinkommen.

Ich seh da schon was. Ihr nicht...? Wink

Moderator hat Folgendes geschrieben:
Irgendein System muss es also geben, damit das alles ordentlich versichert ist....zB die von Karl erwähnte Möglichkeit. Aber auch die muss praktikabel/gerecht/nachvollziehbar sein - aber darüber nachzudenken, kann mal kein Schaden sein ....


Das ganze Leben ist ein einziges Nachdenken. Wenn es Einem wirklich wichtig und wertvoll ist. Das kommt mir immer öfter so vor.

Das gilt hier natürlich auch. Fraglos.
_________________
"Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."

Henry David Thoreau
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Moderator
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Anmeldedatum: 01.10.2007
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 5. März 2026, 8:17h    Titel: Antworten mit Zitat

Josef Pointinger hat Folgendes geschrieben:
Hallo Noir ,

Aber nicht für die Besatzung , die ist über ihre Lizenz versichert.

.....

Wäre interessant mal eine Diskussionsrunde zu diesem Thema zu machen.
So von Angesicht zu Angesicht , nicht irgendein online-chat.

LG Sepp


Hallo Sepp,
und um diese Versicherung geht es - so wie ich es verstanden habe. Die ist derzeit halt gekoppelt daran, dass der Teilnehmer bei der Techn. Abnahme gültiges Zeug vorlegt...

Nochmal: Ich sehe die Regelung nach Jahren auch als suboptimal an. Hab mit paar Leuten darüber gesprochen - fast alle finden die Regelung nach Jahren nicht optimal. Konstruktive Kritik wäre aber auch, eine praktikable Alternative vorzuschlagen.

Ob brechende Sitze, poröse Gurte schon mal etwas Schlimmes ausgelöst haben, weiß ich nicht. Aber es geht bei dem Thema eben um die Versicherung...

Ein Bisschen scheint mir das Ganze schon auch eine Prinzipien-Geschichte zu sein - wenn man die Preise für Sitze, Gurte in Vergleich zu den Preisen für Reifensätze stellt. Liege ich da richtig oder habe ich Recht? Wink

Wegen Diskussionsrunde: Für die breite Öffentlichkeit, für die Fans ist dieses Thema - bis auf deine Feststellung dass 10-15 Historische mehr möglich wären, wie du es in unserem Interview gesagt hast - weniger prickelnd - betrifft wohl ausschließlich Aktive. Sicher könnte man so eine Runde dennoch machen - aber da sollte es dann auch Alternativen zu diskutieren geben, find ich....

keep rallying
keep talking
noir
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Moderator
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Anmeldedatum: 01.10.2007
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 5. März 2026, 8:36h    Titel: Re: (Erste) Allgemeine Verunsicherung Antworten mit Zitat

Andi Lugauer hat Folgendes geschrieben:


Das ganze Leben ist ein einziges Nachdenken. Wenn es Einem wirklich wichtig und wertvoll ist. Das kommt mir immer öfter so vor.

Das gilt hier natürlich auch. Fraglos.


Hallo Andi,

Ja eh.

Nur sollte man dabei nicht vergessen, dass es sich um FIA-Reglement handelt. Was freilich nicht bedeutet, dass es das Gelbe vom Ei ist bzw. dass es sakrosankt sein muss - aber es kommt aus Paris und viele Meisterschaften und Veranstalter sind davon betroffen, sie agieren in diesem sportgesetzlichen Bereich. Nicht jeder hat die Möglichkeit, abseits von FIA und ASN agieren zu können, nicht jeder will das auch.

Ich habe aus sehr kompetenter Quelle gehört, dass die FIA nun eine weitere Prüf-Norm verabschiedet hat oder verabschieden wird, die das Leben der Aktiven noch mehr verschlimmert. Und wie so oft ist das sicher gut gemeint, doch es kommt halt von Menschen am Schreibtisch...

Stimme dir komplett zu: Wenn einem etwas wirklich wichtig ist, kann man auch ohne FIA/ASN veranstalten, fahren - wenn einem was wirklich wichtig ist, besetzt man auch die Häuser der Superreichen und ruft die Anarchie aus Wink ....wenn es aber um eine für die Mehrheit praktikable Lösung gehen soll, die auch in der Praxis gelebt werden kann, dann muss man auf das Thema Versicherung eingehen, so trocken das auch ist.....und das ist keine leichte Arbeit....

keep rallying
keep talking
noir
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Josef Pointinger



Anmeldedatum: 09.04.2020
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 5. März 2026, 14:14h    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Noir ,

"und um diese Versicherung geht es"

damit man weiß um was es geht , mit der Lizenz ist man im Todesfall mit 20 000.- versichert , bei bleibender Invalidität 25 000.- , mehr gibt es nicht.

Eine lebenslange Rente , die könnte man maximal einklagen. Hat aber mit der Versicherung nichts zu tun.

Wir könnten darüber tagelang diskutieren , bringt aber nix , darum war das der letzte Post zu dem Thema

LG Sepp
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RSR-K



Anmeldedatum: 10.09.2010
Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: 6. März 2026, 9:44h    Titel: Antworten mit Zitat

In Deutschland sind die Sitze national 5Jahre länger erlaubt, wie sieht es da mit der Versicherung aus ? Und in Ungarn ?
MfG Joh.K.
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