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Rallye - die großen Reize aus individueller Sicht

 
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Andi Lugauer



Anmeldedatum: 09.09.2010
Beiträge: 1611

BeitragVerfasst am: 20. August 2020, 23:46h    Titel: Rallye - die großen Reize aus individueller Sicht Antworten mit Zitat

Einmal ein etwas anderer Zugang zum Thema:

Ganz ohne irgendwelche Hintergedanken, persönliche Vorhaltungen und Ähnliches: Was gefällt uns so besonders gut am Rallyesport? Was hatten wir an prägenden Erlebnissen, an speziellen, tollen Momenten? Gab es bestimmte Begebenheiten, die besonders hervorragen?

Ich bin selber schon seit über 35 Jahren ein leidenschaftlicher Rallye-Anhänger, und wenn man mich fragt, was mir daran am Meisten Spaß macht, würde ich als Antwort geben: Der Wettbewerb zwischen vielen unterschiedlichen Fahrzeugtypen und ebenso unterschiedlichen Sportlerpersönlichkeiten. Die Suche nach dem höchstmöglichen Tempo auf abgesperrten Straßen und Wegen jeglicher Art. Vom Innenstadt-Boulevard bis zum typischen Dreckspfad ländlicher Prägung.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch gerne einen meiner Lieblinge unter den Fahrer-/Fahrzeug-Kombinationen nennen: Harald Demuth mit dem Mercedes 190 2,3 E 16V, eingesetzt von Reinhold Fricker aus Ulm. Hier - eine kleine Kostprobe:

https://www.youtube.com/watch?v=X-WcoK_G9g4

Dieser Wagen verkörpert meiner Meinung nach den Spirit des typischen Show-Machers ganz gut, zumal wenn der Fahrer entsprechend was drauf hat (wie in diesem Fall eindeutig gegeben). Früher gab es mehr Wagen von dieser Sorte, heute eben etwas weniger. Aber es gibt sie noch.

Wenn noch Jemand ein bißchen was über seine Rallye-Leidenschaft schildern möchte, ein paar persönliche Highlights nennen will: Nur zu. Vieles darf, nichts muß sein. Eine ungezwungene Unterhaltung eben. Das soll es sein.
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"Auf je tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer der an der Wurzel hackt."

Henry David Thoreau
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Andi Lugauer



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Beiträge: 1611

BeitragVerfasst am: 21. Dezember 2020, 22:00h    Titel: Reale Welt - und doch nicht... Antworten mit Zitat

Im Moment haben wir wohl (die Meisten von uns, sage ich jetzt einmal) einen ziemlich langen Entzug in Sachen Rallye-Live-Erlebnis hinter uns. Und noch schlimmer: Keiner wird sagen können, wie viel davon wir noch VOR uns haben.

Da mag es geradezu hanebüchen erscheinen, wenn man noch Sonderwünsche äußert (gemessen an dem in den letzten Jahren gewohnten Standard). Obwohl: Ist es wirklich so abwegig und absonderlich, sich wieder etwas mehr nach dem alten Rallye-Spirit zurückzusehnen? Vor Allem, wenn es um das Thema Abwechslung bei den Fahrzeugen geht?

Ich leiste mir diesen Luxus jetzt einfach einmal. Und ich finde, gerade die Zeit zwischen 4. Adventsonntag und Hl. Abend ist dafür kein so unpassendes Zeitfenster, rein symbolisch betrachtet. Es soll auch eine rein wertfreie Betrachtung meinerseits darstellen. Ganz ohne Druck auf Irgendjemanden. Allenfalls vielleicht mit einer mehr oder weniger dezent dosierten Motivationsspritze versehen. Das soll bisweilen durchaus gute Wirkungen erzielen.

Ein paar Videoaufnahmen, die aus meiner Sicht ein sehr tiefgehendes Rallye-Feeling vermitteln, sollen zusätzlich Klarheit schaffen. Da hätte ich beispielsweise dieses hier - als Referenz-Wert (nennen wir's einmal so):

https://www.youtube.com/watch?v=4YMx4tHAHmM

Erfreulicherweise ist hier der Österreich-Beitrag sehr hoch...(aber ggf. noch ausbaufähig)

Hier eine etwas kürzere Aufnahme. Aber es geht Einem trotzdem das Herz auf, daß es eine Freude ist...(wenn man nicht grade Thunberg oder Nenning heißt; soll aber nichts an deren Wertschätzung ändern)

https://www.youtube.com/watch?v=VkH_S6C1kdA

Jetzt - für mich - das Beste von Allem. Ein Rallyewagen mit Kreiskolbenmotor. Also etwas ganz aus der Art Schlagendes. Actionmäßig und klangmäßig ein Hochgenuß.

https://www.youtube.com/watch?v=nzpXvwt_0mM

Keine Aufnahme aus besseren Zeiten, aber offensichtlich eine aus besseren Orten. Very Happy Razz Cool

All diese Videos bzw. deren Ursprung sind noch gar nicht so alt. Es müßte also im Prinzip doch möglich sein, dem Rallyesport wieder mehr vom alten Glanz zu verleihen. Und ein verstärktes Augenmerk auf Vielfalt und eine bunte Show zu legen.

Außer Konkurrenz, da etwas länger zurückliegend (aller guten Dinge müssen nicht immer drei sein): Ein Film, der Rod Millen mit einem prächtigen Mazda-Schlitten zeigt. Aber wiederum (1978 schon) mit einer Motor-Technologie ausgestattet, die auf Felix Wankel zurückgeht. Gentlemen...start your eyes!

https://www.youtube.com/watch?v=-vbo-paXZuE

Milde gestimmt, wie ich bin (und das bin ich so gut wie immer), sage ich nur: Give bliss a chance. Denn es gibt für mich und Meinesgleichen nicht viel, was mehr Glückseligkeit erzeugen würde, als eine Rückkehr des Rallyesports zu alter Größe. Speziell dort, wo er es sich aufgrund seiner Geschichte und der Treue seiner Fans trotz nicht eben ermutigender Umstände besonders verdient hätte.

Ein Alpenfahrt-Revival zum Fuffziger wäre die Krönung...nützt die Zeit bis dorthin. Wink
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Henry David Thoreau
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Andi Lugauer



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Beiträge: 1611

BeitragVerfasst am: 12. Februar 2021, 18:24h    Titel: Asche und Gummi... Antworten mit Zitat

Ich habe wieder einmal etwas von einem Thread in einen anderen transferiert, weil ich denke, daß es von der thematischen Zuordnung so am Besten paßt:

Noir Trawniczek hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte auch jene "Puristen" hinterfragen, die bei einer Rallylegend den schnellsten Mann im R5, Hirvonen mit keiner Beachtung würdigen und einem Lada, der sideways Gummi verbrennt Standing Ovations geben - ist das noch Rennsport oder nicht eher GTI Treffen?


Das kann man vielleicht als eine Art Geschmacksverirrung interpretieren. Vielleicht aber auch dahingehend, daß die Rallye-liebenden Menschen einfach schon die Schnauze davon voll haben, daß immer mehr Attitüden und Attribute vom Rundstreckensport im Rallyesport Einzug halten und dieser davon gleichsam verseucht wird. Und vor Allem die "Puristen" (die speziell aus diesem Grund immer weniger zahlreich vor Ort bei den Rallyes erscheinen) sich wieder mehr vom alten "True Spirit" zurückwünschen.

Versteht mich nicht falsch: Auch ich sehe einen R5 (bzw. Rally2, wie es jetzt heißt), der an der Grenze des Möglichen bewegt wird, lieber als einen Lada oder Volvo. Vor Allem auf einer anspruchsvollen Schotter-Bergab-Kombination - dem streckenmäßigen Ideal schlechthin. Aber es ist einfach schon so, daß durch diese ständige Tendenz zu noch mehr Verkürzungen, zu noch mehr Fadesse bei der Streckenwahl (Ihr kennt meinen Haupt-Kritikpunkt) und zu noch mehr Aufwand beim Aufbau der Rallyewagen (auch wenn man reglementbedingt zunehmend auf Low-Tech setzt, womit man offensichtlich auch nicht den gewünschten Effekt erreicht) die Kluft zwischen Profis und Amateuren schon extrem groß geworden ist. So groß wie noch nie, würde ich sagen. Umso höher sind die Sympathiewerte für Hobbyfahrer, die sich halt nicht mehr als einen alten Lada, BMW oder Escort leisten können, aber trotzdem Alles geben. Und vielleicht sogar noch für mehr Action sorgen als so mancher Grandseigneur mit seinem Rally2 oder WRC.

Sind wir ehrlich: Die ganzen aktuell FIA-homologierten Rallyewagen sind doch hoffnungslos überteuert und für Jemanden, der nicht Protektion im ganz großen Stil genießt, schlichtweg Utopie. Bis hinunter zu Rally5, die sich von den Rally4 kaum noch unterscheiden!

Klar: Es heißt immer, die Nostalgiker, die hoffnungslosen, weltfremden Romantiker, wenn man sich mehr vom typischen, charakteristischen Rallye-Spirit zurückwünscht. Sprich: Mehr Markenvielfalt, mehr Chancengleichheit, mehr Abwechslung und mehr Action in der sportlichen Praxis. Aber heißt das im Umkehrschluß, daß Monotonie fortschrittlich ist? Und eine zunehmende Bevorzugung der Reichen zu ungunsten der weniger begüterten, aber mindestens ebenso Talentierten womöglich auch?

Noir Trawniczek hat Folgendes geschrieben:
Ich könnte jetzt noch sowohl mir selbst als auch vielen anderen Asche aufs Haupt streuen aber sagen wir mal: aus meiner (Medien)-Perspektive mal drei Punkte, über die man nachdenken könnte....


Asche, wem Asche gebührt...nachdenken sollten einmal die, die mit dem Rallyesport - sprich mit uns Fans und den Aktiven (und zwar nicht nur der Elite davon, sondern auch und vor Allem mit der Basis) profitable Geschäfte machen (noch immer...trotz aller Irrwege). Und wenn die nicht gewillt sind, nachzudenken, wie sie ihre Geschäftsgrundlage optimieren, sollten wir, die Fans und Aktiven, ein bißchen nachhelfen, damit sich das ändert. Mittel und Wege dafür gibt es sehr wohl.
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